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Die Schichten stammen alle aus dem Mesozoikum (Erdmittelalter, etwa 240 bis 65 Mio Jahre vor heute). Sie wurden als Deckgebirge auf das sog. Grundgebirge aufgelagert, das aus kristallinen Gesteinen besteht, wie z.B. Gneis und Granit. Grundgebirge tritt im Schwarzwald und Odenwald an die Oberfläche.
© Quelle: Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau Baden-Württemberg (Hrsg) (1998): Erläuterungen zu der Geologischen Schulkarte von Baden-Württemberg; 1:1 000 000. S. 7.
© Quelle: Borcherdt, Christoph; Landeszentrale für politische Bildung (Hrsg) (1993): Geographische Landeskunde von Baden-Württemberg. S. 33.
Buntsandstein findet man im Nordschwarzwald und Odenwald. Er wurde zu Beginn des Mesozoikums von Flüssen in einem Becken abgelagert, das sich bis nach Norddeutschland erstreckte. Der Buntsandstein besteht überwiegend aus Quarzsandsteinen. Böden, die darauf entstehen sind unfruchtbar. Deshalb ist das Gebiet des Buntsandstein weitgehend bewaldet.
Muschelkalk zieht vom Südostrand des Schwarzwalds über Baar und Oberes Gäu zum Kraichgau und weiter zum Bauland und Tauberland. Man spricht bei dem nördlichen Verbreitungsgebiet von den Neckar- und Tauber-Gäuplatten. Muschelkalk ist eine marine Ablagerung, die größtenteils aus tonigen Kalksteinen besteht. Die Muschelkalkpakete sind über weite Strecken mit Löss bedeckt. Sie tragen deshalb besonders hochwertige Böden. Die niedrigen und wärmebegünstigten Gäulagen entwickelten sich deshalb zu agrarischen Überschussgebieten.
Keuper steht in den Keuperwaldbergen an. Es handelt sich um verschiedenartige kleine Landschaftsräume, die großenteils waldbestanden sind. Das Gesteinspaket ist aus Mergel-, Ton- und Sandsteinschichten aufgebaut. Die bunte Schichtenfolge bedingt das kleinräumige Nebeneinander von steilen Stufen oder Talhängen mit sanft geneigten Hängen und weitflächigen Ebenheiten. Markanter Stufenbildner ist der Schilfsandstein.
Der Schönbuch z.B. ist eine waldbestandene Keuper-Landterrasse. Schurwald und Welzheimer Wald sind Teil des Keupergebietes und die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge, zu denen die Löwensteiner und Waldenburger Berge gehören.
Gemeinsam sind den Teilräumen nahezu ebene Sandsteinhöhen, die großenteils mit Wald bestanden sind. Im Bereich der Dörfer werden die Sandsteinplatten für den Ackerbau genutzt, obwohl sie nicht sehr fruchtbar sind. Die schweren Mergelböden sind der Grünlandnutzung vorbehalten.
Der Jura schließt sich nach Südosten hin an den Keuper an. Die Gesteine stammen aus dem Jurameer, das die weiteste Meeresbedeckung Europas brachte, deren Ausdehnung mit der heutigen Nordsee vergleichbar ist. Tone mit zwischengeschalteten Kalkbänken sind typisch für diese Phase.
Der Schwarze Jura, auch Lias genannt, bildet das Albvorland, daran schließt sich der Braune Jura an. Den Anstieg zur Schwäbischen Alb bildet der Weiße Jura, der - genau genommen - ein Schichtpaket aus vielen verschiedene Gesteinen ist. Auch sie unterscheiden sich in ihrer morphologischen Härte, so dass viele hintereinander gestaffelte "Klein-Stufen" eine "Groß-Stufe" bilden, den Albtrauf.
Bezogen auf die Oberflächenformen wird die schwäbische Alb in drei verschiedene Landschaftsräume unterteilt. Die kleinste Teillandschaft ist die auf Schichtflächen des Unteren Weißjura ausgebildete Schichtflächenalb. Es handelt sich um die nördlichste Landterrasse, die bei Balingen liegt. Eine weitere Teillandschaft ist die Kuppenalb. Hier ragen aus geschichteten Kalkflächen, die ackerbaulich genutzt werden, bewaldete Kuppen empor, die aus Riffkalken und Schwammstotzen bestehen. Die südöstliche Hälfte der Schwäbischen Alb ist flachwellig und wird als Flächenalb bezeichnet. Dieser Bereich war im Miozän vom sog. Molassemeer bedeckt und wurde dabei stark überformt.
Der Trauf der Schwäbischen Alb hat sich schon in der Tertiär- oder Kreidezeit gebildet. Er lag aber weiter nordwestlich und verlagerte sich seither immer weiter nach Südosten. Das Rückschreiten des Albtraufs lässt sich an Zeugenbergen erkennen, also Überbleibseln der ehemaligen Hochfläche, die vor der Stufe stehen, und somit angeben wie weit die Stufe früher mindestens reichte. Die bekanntesten Zeugenberge sind
© Text überarbeitet: Silke Harrer
