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Ein Ölschiefer-Steinbruch bei Holzmaden. Hier gibt es so viele Fossilien, daß man mit Hammer und Meißel garantiert etwas findet.
Die Firma Rohrbach Zement hat zwei Präparatoren und einen Paläontologen angestellt. Sie sollen die wertvollsten Fossilien vor dem Brecher retten. Die Werkstatt des Präparators. In mühsamer Kleinarbeit legt Rolf Uttenweiler urzeitliche Knochen frei. Zunächst entfernt er das Gestein rund um einen Saurierknochen. Die Feinarbeit erfolgt mit einem kleinen Schaber. Zum Glück sind die Überreste der Tiere etwas härter als der sie umgebende Stein.
Zitat: Rolf Uttenweiler: "So wird alles fein säuberlich abgeschabt, bis ich auf die erste Substanz komme von dem Fisch, und die zeigt sich dann meistens im grauen, etwas kalkiger Zug drauf, und jetzt weiß ich, jetzt bin ich auf dem Knochen, und dann wird die Präparation ganz fein ausgeführt. Stäubchen um Stäubchen, daß ja nichts verletzt wird."
Ein Laibstein, so genannt, weil er aussieht wie ein Brotlaib. Laibsteine bestehen aus massivem Kalk, der sich rund um Tierkadaver ansammelte. Vorsichtig befreit Rolf Uttenweiler das Fossil aus seinem Kalksarg, denn er weiß nicht, wo genau es sich befindet. Dieser Laibstein umhüllt einen Schmelzschuppenfisch.
Ichthyosaurier-Modell - Stuttgart Naturkundemuseum Eine Rekonstruktion aus Fiberglas im Stuttgarter Naturkundemuseum. Die größten Ichthyosaurier waren 20 Meter lang. Es waren Reptilien - keine Fische. Dennoch besaßen sie einen stromlinienförmigen Körper und zu Flossen umgebildete Beine.
Fossilienmuseum im Werkforum des Zementwerks, dahinter Zementwerk. Versteinerungen aus der Jura-Zeit kann man in diesem Museum besichtigen, dem Werkforum der Firma Rohrbach in Dotternhausen. Ein Zementwerk als Museumsbesitzer, das ist kein Zufall. Denn Fossilienfunde sind ein interessantes Nebenprodukt bei der Zementherstellung.
© Text: Maisenbacher / Vielsäcker / Bender - Gymnasium Karlsbad
