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Ihren Namen verdanken die Ammoniten ihrem spiralig eingerollten Gehäuse, das an das Widdergehörn des Gottes Ammon erinnert. Vielfach werden sie mit Schnecken verwechselt, doch in Wirklichkeit handelt es sich um Kopffüßer (Cephalopoden), die auch als Tintenfische bezeichnet werden.
Die Ammoniten sind seit der Kreidezeit ausgestorben. Man weiß daher nicht genau, wie sie gelebt haben. Doch gibt es im Indischen und Pazifischen Ozean heute noch den Nautilus, dessen Gehäuse dem der Ammoniten sehr ähnlich ist.
Die Gesteine, in denen wir die Ammoniten heute finden, geben uns ebenfalls Aufschluß über den Lebensraum dieser Cephalopoden. Sie haben sich bevorzugt in den flachen Schelfmeeren aufgehalten. Manche lebten am Boden, andere schwammen im freien Wasser, und wieder andere zogen sich sogar in Höhlen zurück.
Die ersten Ammoniten lebten im Devon vor etwa 400 Millionen Jahren. Bis zum Ende der Kreidezeit bevölkerten sie mit vielen tausend Arten die Meere. Einige waren mit nur wenigen Millimetern Größe bereits ausgewachsen, andere wurden über zwei Meter groß. Die Gehäuse zeigen verschiedenste Formen. Dieser Formenreichtum und die große Geschwindigkeit, mit der sich neue Arten entwickelten, machen die Ammoniten auch für Geologen besonders wertvoll, da sie als "Leitfossilien" zur Datierung von Gesteinen verwendet werden können.
Ammoniten und gehören zu den Tintenfischen. In großer Zahl besiedelten sie das Jurameer. Heute sind die Ammoniten aus den Weltmeeren verschwunden. Nur ein entfernter Verwandter hat überlebt: Nautilus - ein lebendes Fossil.
Seelilien sind nicht etwa Pflanzen, wie der Name vermuten läßt, sondern es sind Tiere, die zu den Stachelhäutern (Echinodermen) gehören, wie auch die Seeigel und Seesterne. Der Namen kommt von der äußeren Gestalt, die an blühende Pflanzen erinnert. Seelilien sind seit dem Erdaltertum (Mittelkambrium) bekannt, aber auch in den heutigen Meeren leben noch farbenprächtige Vertreter dieser seltsamen Tiere.
Seelilien lebten zu Hunderten auf schwimmenden Baumstämmen, die durchs Meer trieben. Am Ende ihrer meterlangen Stiele sitzt eine Krone mit zahlreichen Fangarmen, die winzige Lebewesen aus dem Wasser filtern. Nur wenige gestielte Seelilien-Arten haben bis heute überlebt. Sie siedeln nicht auf Treibholz, sondern sitzen fest auf dem Meeresboden.
Das kalkige Skelett der Seelilien besteht aus vielen Einzelelementen und weist oft eine Dreigliederung in Wurzel, Stiel und Krone auf. Die Wurzel dient der Verankerung am Untergrund. Sie kann dem Wurzelstrunk eines Baumes ähnlich sehen oder als Haftscheibe entwickelt sein. Der Stiel ist aus zahlreichen zylinderförmigen Elementen, den Stielgliedern oder Trochiten, zusammengesetzt. Diese Stielglieder können fünfeckig oder kreisrund sein und zeigen auf der Fläche zwischen den einzelnen Gliedern feine Riefen. In regelmäßigen Abständen können die Stielglieder auch Anhänge tragen, die Cirren. Mit diesen halten sich Seelilien, die keine Wurzel haben am Boden fest. Oben sitzt die Krone, die sich in Arme und Kelch gliedert. Beide sind wiederum aus vielen Einzelelementen zusammengesetzt.
Die inneren Organe der Tiere befinden sich im Kelch. Aus diesem wachsen die Arme (meist fünf oder ein Vielfaches davon) mit zahlreichen Abzweigungen, so daß sie wie Federn aussehen können. Mit den Armen filtert die Seelilie kleine Lebewesen aus dem Wasser. Diese Nahrung befördert sie in Rinnen entlang der Arme zum Mund.
Seirocrinus subangularis, die Seelilien aus dem Ölschiefer, sind nicht nur wegen ihrer hervorragenden Erhaltung eine Besonderheit, sondern auch wegen ihrer speziellen Lebensweise. Zur Lias-Zeit waren sie an Holzstämme angeheftet, die als Treibholz im Meer drifteten. Die Tiere trieben mit der Krone nach unten hängend als "blinde Passagiere" im Meer. Mit der Zeit waren die Stämme mit Wasser vollgesogen und sanken mitsamt den Seelilien zu Boden.
© Text: Maisenbacher / Vielsäcker / Bender - Gymnasium Karlsbad
