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Um die Entstehung der Alpen zu begreifen, müssen Grundzüge der Theorie der Plattentektonik bekannt sein. Diese Theorie wurde Ende der 60er Jahre formuliert und besagt, dass die gesamte Lithosphäre der Erde (äußerste Schale) aus einem Mosaik von Schollen besteht, den Platten. Die Lithosphäre ist nicht einheitlich, sie besteht aus kontinentaler und ozeanischer Kruste. Die kontinentale Kruste ist 20-70 km dick, die ozeanische ist im Mittel nur 6 km mächtig, aber dichter als erstere.
Größe und Umriss der Platten spiegeln sich in der Verbreitung der Erdbeben- und Vulkanzonen der Erde wieder. Die Platten bewegen sich relativ zueinander, an den Plattenrändern treten verstärkt Erdbeben und Vulkanismus auf. Wie ist dies zu erklären?
Man unterscheidet verschiedene Arten von Plattenrändern.
a) An konstruktiven Plattengrenzen entfernen sich zwei Platten voneinander. Man spricht daher auch von divergierenden Platten. An der Nahtstelle steigt ständig Magma auf, es wird dadurch fortwährend Lithosphäre gebildet.
An der konstruktiven Plattengrenze driften zwei Platten. Sie werden durch das austeigende Magma auseinandergedrückt. Es entsteht an der Nahtstelle, hier dem Mittelatlantischen Rücken, fortwährend Meeresboden. © Press, Frank & Raymond Siever (1995): Allgemeine Geologie, Spektrum-Verlag
b) An destruktiven Plattengrenzen bewegen sich zwei Platten aufeinander zu.
Trifft ozean. Kruste auf kontinentale, kommt es zur Subduktion der schwereren oz. unter die kont. Platte. Subduziert wird in einer Tiefseerinne. Der Vorgang ist begl. von Vulkanismus und Erdbeben. Der Kontinentalrand wird zu e. Faltengebirge aufgestaucht. © Press, Frank & Raymond Siever (1995): Allgemeine Geologie, Spektrum-Verlag
Bei einer Kontinent- Kontinent- Kollision kommt es zu Überschiebungen, Faltungen und zur Verdoppelung der kontinentalen Kruste sowie zur Gebirgsbildung. © Press, Frank & Raymond Siever (1995): Allgemeine Geologie, Spektrum-Verlag
Kollidieren zwei ozeanische Plattenbereiche, dann wird einer unter den anderen subduziert. © Press, Frank & Raymond Siever (1995): Allgemeine Geologie, Spektrum-Verlag
c) An konservativen Plattengrenzen bewegen sich zwei Plattenränder aneinander vorbei. Es wird weder Lithosphäre gebildet, noch abgebaut. Es treten aber häufig Erdbeben auf durch Verhaken und Lösen der Platten voneinander.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
