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Sachinformation: Der Hochrhein

Schon vor den Eiszeiten hatte der Rhein ein tiefes Tal in die Jurakalke eingeschnitten. Während der Eiszeiten wurde dieses alte Tal unter Moränen und Schmelzwasserablagerungen begraben. Der Rhein hat nach den Eiszeiten sein altes Bett nicht wiedergefunden, sondern sich im Aufschüttungsniveau verlagert. Beim Einschneiden in die Schotterfüllungen traf er bei Schaffhausen auf eine verborgene Kalkschwelle. Auf dem harten Untergrund wurde die Tiefenerosion gestoppt bzw. verzögert, so entstand der Rheinfall.

Die verminderte Tiefenerosion ist durch zwei Tatsachen erklärbar:

  • Jurakalke bilden am Rheinfall von Schaffhausen eine 20m hohe harte Kalkschwelle.
  • Dem Fluss fehlen Erosionswaffen, da die Gerölle im Bodensee absedimentiert wurden.
  • Kalk ist ein morphologisch hartes Gestein. Dies erklärt sich aus seiner Durchlässigkeit. Bei morphologisch weichem Gestein kann das Wasser nicht eindringen; seine Erosionskraft "kann sich ganz auf der Oberfläche entfalten".