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Seit dem Abschmelzen der großen Talgletscher dominiert die Arbeit der Bäche und Flüsse. Daher finden wir nebeneinander einen reichhaltigen glazio-fluvialen Formenschatz. Die formende Tätigkeit des fließenden Wassers beruht auf Erodieren, Transportieren und Ablagern. Vom Gefälle und der Wassermenge hängt die Fließgeschwindigkeit ab. Je schneller Wasser fließt, desto größere Gerölle kann es mit sich führen. Die Gerölle wirken als Erosionswaffen. Sie "bearbeiten" Gesteine im Fluss. Erosionswaffen sind immer mit im Spiel, wenn bei starker Strömung Kolke und Strudeltöpfe entstehen. Strudeltöpfe sind wannenartige Austiefungen im anstehenden Gestein, Kolke sind Ausrundungen von Krümmungsbogen an Prallhängen.
Doch auch hartes Gestein kann vom Wasser ausgewaschen werden. Im fast ausgetrockneten Bett eines Nebenflusses, dem Mendelser Rhein, werden Auskolkungen und Strudeltöpfe sichtbar. Solche Auswaschungen sind Beispiele für die Erosionskraft des Wassers. Mitgeführtes Material wie Sand und Kies schliefen den harten Stein.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
