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Nachweis von Carbonaten

Carbonate und Hydrogencarbonate sind die Salze der Kohlensäure (H2CO3). Diese wird von Mineralsäuren (Salzsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure) aus ihren Salzen verdrängt und zerfällt dabei in Kohlendioxid und Wasser. Das Kohlendioxid entweicht als Gas: Carbonate wie Kalk brausen mit verdünnter Salzsäure.

Das entweichende Kohlendioxid läßt sich außerdem mit Bariumhydroxid-Lösung nachweisen. Es entsteht eine Trübung oder ein Niederschlag von weißem, unlöslichem Bariumcarbonat.

Ba(OH)2 + CO2 ---> BaCO3 + H2O

An Stelle von Bariumhydroxid-Lösung kann auch Calciumhydroxid-Lösung verwendet werden, dann fällt weißes Calciumcarbonat aus.

Chemikalien

  • Bariumhydroxid-Lösung (gesättigt)
  • verdünnte Salzsäure (etwa 7%, 2mol/l)

Geräte

  • Reagenzgläser mit Gestell
  • Glasstab, Glasrohr
  • Gasbrenner
  • durchbohrter Stopfen

Durchführung

Auf die frische Bruchfläche einer Gesteinsprobe wird Salzsäure getropft. Schäumen zeigt Carbonate an, besonders Kalk. Blindversuch mit Marmor.

In einem Reagenzglas werden einige Ölschieferstücke mit Salzsäure übergossen. Ein sauberer Glasstab wird in die Bariumhydroxidlösung getaucht, beim Herausziehen sollte ein kleiner Tropfen der Lösung daran hängenbleiben. Der Glasstab wird dann in das Reagenzglas bis etwa 1cm über die Flüssigkeitsoberfläche gehalten. Dabei darf der Glasstab die Reagenzglaswand nicht berühren! Bei Gegenwart von Kohlendioxid trübt sich die Bariumhydroxidlösung am Glasstab, weil Bariumhydroxid entsteht.

  • Für alle Versuche sind die Richtlinien zur Sicherheit im Unterricht der Kultusministerkonferenz zu beachten.