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Der Film eignet sich besonders für den fächerverbindenden Unterricht in Biologie, Chemie, Erdkunde und Geschichte. So z.B. in Klasse 10 der allgemeinbildenden Gymnasien, wo der derzeitige baden-württembergische Lehrplan (1997/98) in Chemie und Geschichte explizit Teilaspekte des Themas berührt.
Projekttage sind sehr geeignet, das Thema von verschiedenen Seiten zu bearbeiten. Unter diesem Aspekt wurden die Hauptschauplätze im Raum Balingen ausgewählt. Dort findet man nicht nur hervorragend erhaltene Fossilien, sondern auch Spuren der Ölschiefer-Nutzung im Dritten Reich. Daneben zeigt das Beipiel der Firma Rohrbach Zement in Dotternhausen, daß auch heute dieses Gestein sinnvoll genutzt werden kann. Also genügend Anhaltspunkte für fächerverbindendes Arbeiten. Der erste Teil des Films (bis 13:06) beschäftigt sich hauptsächlich mit den biologischen Aspekten des Ölschiefers. Aufgelockert durch Computeranimationen werden den Schülern das Lebensbild der Fauna im Lias epsilon und Vergleiche mit rezenten Formen vermittelt. Daneben erfahren sie die Hintergründe der besonderen Fossilienerhaltung im Ölschiefer. Hierbei ergeben sich Bezüge zur Chemie, da Faulschlammbildung und die Entstehung von Erdölmuttergesteinen präzisiert werden können. Dies trifft auch auf die Entstehung von Kalkkonkretionen zu (von 4:39 bis 6:12). Präparationsmethoden von Fossilien ergänzen diesen Abschnitt. Die Nutzung des Ölschiefers durch die Firma Rohrbach Zement ( ab 13:29) verdeutlicht die wirtschaftliche Bedeutung des Gesteins. Außerdem ergibt sich hierbei ein Ausflug in die Geologie. Für den Chemieunterricht sind die Versuche mit Ölschiefer interessant (17:33 bis 18:03). Ab 18:37 stehen die geschichtlichen Aspekte im Vordergrund. Besonders durch die Befragung von Zeitzeugen wird die Vergangenheit wieder lebendig.
Für den Einsatz des Films ab Klasse 10 bieten sich mehrere Möglichkeiten an. Er kann zum Beispiel fraktioniert im fächerabgestimmten Unterricht dargeboten werden. Vorstellbar wäre aber auch, ihn in voller Länge als Einführung in die Thematik zu zeigen, besonders bei mehrtägigem Projektunterricht. Im Anschluß an die Vorführung lassen sich dann Gruppen bilden, die gezielt Arbeitsaufträge in den verschiedenen Fachbereichen bearbeiten. Eine Exkursion nach Dotternhausen ist empfehlenswert. Darüberhinaus ist ein Einsatz in der Unterstufe möglich, wenn als Ausflugsziel Holzmaden oder Dotternhausen gewählt wird. Hierbei könnte allerdings auf den geschichtlichen Teil verzichtet werden.
© Text: Maisenbacher / Vielsäcker / Bender - Gymnasium Karlsbad
