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Inhalt der Sendung: Typische Karstformen I

Folgende Formen sind typisch für Karstgebiete und sind in einer Vielzahl auf der Schwäbischen Alb anzutreffen:

Karsthöhlen

Wenn das Wasser auf undurchlässige Ton- oder Lehmschichten trifft, fließt es der Neigung der Schichten folgend, ab. Als Karstquelle kann es irgendwo wieder an die Oberfläche treten. Die unterirdischen Flüsse bahnen sich ihren Weg durch das Gestein. Zu der chemischen Abtragung des Kalks kommt die mechanische Abtragung durch das abfließende Wasser. Decken stürzen ein und Hohlräume werden zu Karsthöhlen (Sachinformation). Auf der Schwäbische Alb sind im Laufe der Zeit etwa 100 Karsthöhlen entstanden.

Man unterscheidet die Kluft- oder Schachthöhlen von den Wasserhöhlen. Erstere entstehen, wenn Klüfte senkrecht zu Kalkschichten laufen. Eindringendes Wasser erweitert die Klüfte zu Schächten. Werden diese durch querlaufende Gänge miteinander verbunden, dann entsteht ein Höhlensystem. Bei der Laichinger Tiefenhöhle z.B. sind 13 Schächte durch Gänge verbunden. Die Charlottenhöhle ist eine ehemalige Wasserhöhle, die durch Absinken des Karstwasserspiegels trockenfiel. Tropfsteine schmücken hier Decken und Böden. Sie entstehen, wenn Kalk aus Wassertropfen freiwird. Bei der Wimsener Höhle handelt es sich um eine Wasserhöhle. Dass hier keine Tropfsteine zu finden sind, zeigt, dass kein Sickerwasser in die Höhle tropft.

Dolinen

Hohlräume, die sich dicht unter der Erdoberfläche gebildet haben, stürzen ein, wodurch sich an der Oberfläche runde Einsturztrichter, sog. Dolinen, bilden. Man findet sie überall auf der Alb. Doch die meisten von ihnen sind zugeschüttet oder in Ackerflächen integriert, so dass sie nur noch schwer zu erkennen sind.

  • Eingang zu der Falkensteiner Höhle in der Schwäbischen Alb.
  • Querschnitt durch ein Dolinenfeld
  • Dolinenfeld

Karstquellen oder Quelltöpfe

Das Niederschlagswasser versickert, fließt unterirdisch ab, um am Sohlenrand von Flusstälern als Karstquelle oder Quelltopf wieder auszutreten. Die Schüttung dieser Quellen ist vom Karstwasserspiegel abhängig. Liegen sie unter dem niedrigsten Stand, führen sie das ganze Jahr Wasser. Bei anhaltenden Regenfällen und bei Schneeschmelze steigt der Wasserspiegel und das Wasser tritt an bestimmten Stellen als sogenannter Hungerbrunnen aus.

Die schönste Karstquelle in der Alb ist der Blautopf in Blaubeuren. Dieser Quelltopf entlässt 2500 l Wasser pro Sekunde. 20 m unter dem Wasserspiegel befindet sich ein Höhleneingang. Als stärkste Karstquelle gilt der Aachtopf bei Stockach. Das Wasser, das hier an die Oberfläche sprudelt, ist zum größten Teil Donauwasser.

  • Hungerbrunnen

  • Blautopf (Quelltopf) in Blaubeuren

  • Blautopf (Quelltopf) in Blaubeuren