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Nicht nur in den Alpen selbst wurden Berge und Täler von Gletschern geformt, auch im Alpenvorland weisen glaziale Spuren auf die ehemals große Gletscherausdehnung im Pleistozän hin.
Eine Reihe von Trickfilmen soll Aufbau und Arbeit der Gletscher erläutern; zwischen den Trickfilmen zeigen uns Realaufnahmen die entsprechenden Phänomene in natura.
Gletscher in den Schweizer Alpen zwischen Matterhorn und Monte Rosa. Die Berge und Täler wurden durch Eisströme geformt. Nach wie vor sind die Gletscher in Bewegung, auch wenn ihre formende Kraft nur noch gering ist.
Ein talwärts sich bewegender Gletscher "trifft auf einen zweiten Gletscher". Die verschiedenen Gletscherzonen werden erklärt. Dabei werden viele Begriffe erläutert, wie Nährgebiet, Mittel- und Seitenmoräne, Gletscherbruch, Spalte, Gletscherzunge, Gletschertor und Gletscherbach.
Die Entstehung von Gletschereis im Nährgebiet wird erläutert. Hier fällt Neuschnee, der zu Altschnee wird. Altschnee wird durch Erwärmung und erneutes Gefrieren zu Firn. Diese Vorgänge wiederholen sich, es sammeln sich neue Schichten an. Durch den zunehmenden Druck entsteht Firneis und daraus durch weitere Druckzunahme Gletschereis.
Die Entstehung von Gletscherspalten wird gezeigt. In Abhängigkeit vom Untergrund entstehen Quer- oder Längsspalten. Der Gletscher wandert je nach Gefälle 40-200 m pro Jahr. Fließt er über Steilstufen, dann entstehen z.B. Querspalten.
Dass sich der Gletscher bewegt zeigen die Spalten im wandernden Eis. Spalten verschiedener Art, die die Oberfläche aufbrechen.
Die Aufnahme von Moränenmaterial durch den Gletscher wird erläutert. Es wird sowohl von unten als auch von oben aufgenommen. Fällt Schutt auf den Gletscher, dann kann er in das Eis tauen. Der Gletscher reißt auf seiner Sohle Geröll aus dem Untergrund und führt es mit.
Durch große Felsbrocken wachsen sogenannte Gletschertische aus dem Eis. Während es rundherum taut, schützen sie die unter ihnen liegenden Schichten vor dem Abschmelzen.
Die Bewegung des Gletschers in Abhängigkeit von den klimatischen Verhältnissen wird erläutert. In kälteren Zeiten stößt er vor und führt dabei Moränenmaterial vor sich her. In Warmzeiten zieht er sich zurück und lässt das vor sich hergeschobene Material als Endmoränenwall liegen.
Im Folgenden werden weitere Phänomene des glazialen Formenschatzes an Hand von Beispielen in der Natur vorgestellt, wie zum Beispiel das Gletschertor bei Gorner. Hier befindet sich über dem Tor eine noch immer mächtige Gletscherstirn. Gletschertore vergrößern sich durch Erosion und Abschmelzen so lange, bis sie zusammenstürzen. Zur Kraft des fließenden Eises kommen die Kräfte des abfließenden Wassers. Im Zehrgebiet - das die eigentliche Gletscherzunge umfasst - taut im Sommer das Eis. Das Wasser sammelt sich in Wasserläufen, die in Spalten verschwinden. Es fließt tief unten auf der Sohle weiter. Wo es keinen Abfluss findet, sammelt es sich in Eiswannen oder sogenannten Mittagslöchern.
An Gletschertoren tritt Wasser aus, auch Eis bricht ab.
Gletschertor bei Gorner: Eine immer noch mächtige Gletscherstirn über dem Tor. Mehr als 150 Jahre hat das Eis für seinen Weg vom Nährgebiet ins Tal gebraucht.
Wo das Schmelzwasser keinen Abfluss findet, sammelt sich das Wasser in Vertiefungen, sogenannten Eiswannen oder Mittagslöchern.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
