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Der von den Gletschern verfrachtete Gesteinsschutt baut die Landschaft auf. Moränen wurden sowohl bei Gletschervorstößen als auch beim Gletscherrückzügen abgelagert: z. B. Stirn- und Endmoränen, Rand- und Seitenmoränen. Größere Firnmulden am ehemals vergletscherten Hang heißen Kare. Diese sind auch in den Alpen selbst ausgebildet. Die steilwandigen, in festen Fels eingelassenen Kare sind zum Tal hin meistens durch einen Moränenwall abgeriegelt. Daher haben sie eine lehnsesselförmige Gestalt. Auf dem Boden des Kars sammelt sich das Wasser in einem See (Karsee). Toteislöcher entstanden, als sich der Gletscher zurückzog und ein Eisblock liegenblieb, der von Schuttmassen zugedeckt war. Durch diese Schuttmassen geschützt, taute der Eisblock erst viel später ab. Kesselartige Senken sind das Ergebnis. Findlinge liegen im Alpenvorland, die vom Eis aus den Alpen über eine lange Strecke hinweg transportiert und während des Transports geschliffen und gerundet wurden. Je geringer die Entfernung zum Herkunftsort ist, um so kantiger sind die Blöcke. Gletscherschliff entstand, als Geröll vom Eis überfahren wurde.
Das Alpenvorland südwestlich von München ist eine von Gletschereis geformte Landschaft. Wiederholte Eisvorstöße im Pleitozän haben die Oberfläche nachhaltig geprägt. Bild rechts: ein Walfischrücken.
Ein Charakteristikum der Jungmoränenlandschaft (= während letzter Kaltzeit geschaffene Formen in noch weitgehend ursprünglichem Zustand) sind die sogenannten Drumlins oder Walfischrücken. Drumlins entstehen, wenn ältere Grundmoränen oder fluvioglaziale Ablagerungen durch einen erneut vorrückenden Gletscher überfahren werden.
Eiszeitliche Ablagerungen wie Schotter, Kies und Sand sind im ganzen Alpenvorland zu finden. Sie werden als Baumaterial genutzt (Kiesgruben). Da die Schotter geschichtet liegen, vermittelt ein Abbau derselben einen Einblick in den Aufbau und die Mächtigkeit der Ablagerungen.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
