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Um auf die verschiedenen geologischen Schichten zu stoßen muss man keinen weiten Weg zurücklegen. Aufschlüsse in einem Steinbruch erlauben meist auch einen Einblick in die geologische Vergangenheit. So zeigt ein Steinbruch im Nordschwarzwald, dass der Buntsandstein der ersten Stufe als Schicht auf dem Grundgebirge liegt, das aus Gneis und Granit besteht. Die Entstehung der Buntsandsteinschicht wird in einem Trickfilm erläutert:
Im Karbon vor ca. 340 Mio. Jahren entstand im süddeutschen Raum ein großes Becken aus Gneis und Granit, welches von Gebirgszügen und Schwellen umgeben war. Von diesen Randschwellen aus wurden vom Wind unter wüstenähnlichen Klimabedingungen gewaltige Sand- und Schuttmassen in das Becken transportiert. Sand und Schutt verdichteten sich allmählich und wurden zu Buntsandstein. Gleichzeitig sank die Beckenlandschaft langsam ab und geriet unter den Meeresspiegel. Meerestiere lagerten sich ab, aus denen sich durch ihre Sedimentation die zweite Schicht, der sogenannte Muschelkalk, bildete.
In einem zweiten Trickfilm wird die Entstehung der Schichten, vom Buntsandstein bis zum Jura erläutert, die etwa 100 Mio Jahre in Anspruch nahm. Wie sich Schichten bilden und dass jüngere auf älteren aufliegen, ist leicht zu verstehen. Wie aber erklärt sich, dass die einst übereinander geschichteten Gesteine heute gegeneinander verschoben und gestuft sind?
Durch Sedimentation in ein Becken entstanden die Gesteinsschichten des süddeutschen Schichtstufenlandes. oberste Schicht: Jura; 3. Schicht: Keuper; 2. Schicht: Muschelkalk; unterste Schicht: Buntsandstein; Grundgebirge aus Gneiß und Granit
Ein dritter Trickfilm macht dies deutlich: Vor 60 Mio. Jahren wurden durch tektonische Vorgänge im Untergrund die Schichten aufgewölbt. An der höchsten Stelle der Aufwölbung brachen die Schichten ein, es entstand der Rheingraben, der von den Vogesen und dem Schwarzwald flankiert wird. Vom Schwarzwald aus fielen nach Südosten die Schichten ein. Verwitterung und Abtragung präparierten aus den schräggestellten Schichten die Schichtstufen heraus.
Schrägstellung der Gesteinsschichten durch tektonische Vorgänge.
Im letzten Teil des Filmes werden verschiedene Beispiele aus der Natur für Schichtstufen und die sogenannte Wechsellagerung von weicheren und härteren Gesteinen vorgestellt. Im Bereich von Strom- und Heuchelberg finden wir ein Schichtstufenrelief innerhalb des Keuper. Es wechseln harte Sandsteinschichten mit weichen Mergelschichten ab. Die leicht verwitterbaren Mergel bilden die Hänge, der harte Stubensandstein Kanten und die Verebnungsflächen.
In der Reutlinger Bucht treffen wir auf den Albtrauf und vorgelagerte Berge. Der Albtrauf fand sich nicht immer hier, er lag vor 16 Mio Jahren 20 km weiter nordwestlich. Ein Blockbild verdeutlicht, wie rückschreitende Erosion zu seiner Verlagerung führte. Die vorgelagerten Berge werden als Ausliegerberge bezeichnet. Sie haben eine feste Auflage und konnten deshalb der Erosion standhalten. Die Albhochfläche entspricht einer Verebnungsfläche. Sie ist aber nicht einheitlich, sondern in Schichtflächenalb, Flächenalb und Kuppenalb gegliedert. Für letztere sind eine Vielzahl von Kuppen charakteristisch. Es handelt sich um Schwammriffe aus dem Jurameer, die der Erosion widerstanden.
Die Alb bei Reutlingen: Tiefe Buchten sind entstanden und langgezogene Sporne reichen weit ins Vorland hinaus. Sogenannte Ausliegerberge wie die Achalm widerstanden der Erosion.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
