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Schon früh kam zu ersten menschlichen Besiedlungen im Bereich der Marschen. Besonders siedlungsgünstig waren die Geestrücken, da sie gegen Wasser geschützt waren. Der Raum wurde aber bald wieder siedlungsfeindlicher, denn es wurde feuchter. Deshalb wurde er aufgegeben.
Erst im frühen Mittelalter beginnt eine neue Besiedlungswelle durch Friesen aus Holland. Die Siedler legten die Marschbereiche trocken und lebten zunächst von der Landwirtschaft. Später entdeckten sie Salz, das "weiße Gold", bauten es ab und handelten damit. Die Siedler verstanden es also, ihren Lebensraum optimal zu nutzen. Bedrängt wurden sie aber durch den weiteren Anstieg des Meeresspiegels und durch die Zunahme der Stürme, die in den beiden großen "Mandränken" gipfelten. Ob ihr Siedlungsplatz sicher war, dafür war die geologische Struktur entscheidend, die sie nicht kennen konnten (Real Video Trickfilm).
Befindet sich nämlich unter der Marsch eine Tonschicht, dann ist dieser Bereich stark sackungsgefährdet. In einer Computeranimation wird die geologische Struktur eines tonigen Sackungsbereiches und deren Einbruch dargestellt. Ein Siedlungsplatz wird ebenfalls stark gefährdet, wenn er in den Einfluss eines Prieles gerät.
Zur Salzgewinnung mussten die Friesen den Marschenboden wegräumen um an den Torf zu kommen. Sie rissen den Boden in langen Furchen auf und holten den salzhaltigen Torf aus der Erde. Der Torf wurde getrocknet und verbrannt. Aus der Asche wurde Salz gewonnen.
Die Besiedlungsgeschichte wird heute anhand von archäologischen Forschungen rekonstruiert. Bei Niedrigwasser können im Watt Spuren alter Besiedlung entdeckt werden. In der Sendung zeigen Aufnahmen die Spurensicherung von Überresten einer ehemaligen Warft, die einer Sturmflut zum Opfer fiel.
Der Meeresspiegel steigt noch heute weiter und Sturmfluten nehmen zu. Daher sind die Menschen, die heute noch auf Halligen leben ständig bedroht und müssen für Schutz sorgen. Auf der Hallig Hoge z.B. werden Wälle um die Häuser gebaut, die das Wasser abhalten sollen. Die Menschen sind also bis heute in einem ständigen Wettstreit mit dem Meer und trotz vieler technischer Hilfsmittel wird sich die nordfriesische Küste immer weiter verändern.
Spurensicherung von Resten einer ehemaligen Warft: Hier werden Reste eines Brunnens gesichert und kartiert, bevor die nächste Flut die Spuren verwischt.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
