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Der Mittelrhein beginnt bei Bingen und fließt auf einer Länge von 126 km durch das Rheinische Schiefergebirge bis Bonn. Geomorphologisch gesehen liegt die Grenze zwischen Mittel- und Niederrhein dort, wo der Rhein aus dem Rheinischen Schiefergebirge austritt. Der Mittelrheinabschnitt wird im unteren Bereich durch ein System von Terrassen gekennzeichnet, die dadurch entstanden, dass sich vor 60 Millionen Jahren die Hochfläche um das Rheinische Schiefergebirge herum zu heben begann und der sogenannte Urrhein sich gleichzeitig langsam in den Untergrund einschnitt, wobei sich ein terrassiertes Durchbruchstal bildete. Der Vorgang der stufenweisen Hebung und Terrassenbildung wird durch einen Trickfilm verdeutlicht
Bei Bingen tritt der Rhein in das Gebirge ein, das er vor 60 Millionen Jahren durchbrochen hat.
Von Bingen bis Bonn, auf einer Länge von 126 km durchfließt der Rhein das rheinische Schiefergebierge.
Das Durchbruchstal des unteren Mittelrheins ist, abhängig von der Art des anstehenden Gesteins, verschieden breit. Entsprechend ändert sich die Fließgeschwindigkeit. Sandbänke entstehen, wenn das langsamer fließende Wasser seine Kraft verliert, Material zu transportieren. Inseln ragen aus dem Fluss, wenn anstehendes hartes Gestein der Erosionskraft des Wassers widersteht (z. B. Grauwacke).
Hartes Gestein wiedersteht der Erosionskraft des Wassers und ragt als Insel aus dem Fluss. z.B. das bewaldete Bacharacher Werth oder der Felsen auf dem die Burg Kaub steht, eine kurpfälzische Zollstation aus dem 14. Jh.
Die Folge 'Der Rhein' stellt das Phänomen der Prall- und Gleithänge vor (siehe auch Folge 'Der Alpenrhein'), die in der großen Rheinschleife bei Boppard besonders ausgeprägt sind. Eine Trickaufnahme zeigt die Entstehung solcher Hänge, für deren Bildung die Voraussetzung ein mäandrierender Fluss ist. Bei einem Prallhang trägt das Wasser Material ab, der Gleithang entsteht durch Ablagerung von Material. Auch die Entstehung eines Umlaufberges wird erklärt.
Rheinschleife der Loreley: Prall- und Gleithänge sind besonders ausgeprägt.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
