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Der Alpenrhein beginnt mit dem Zusammenfluss von Hinter- und Vorderrhein bei Reichenau. Das breite Tal des Alpenrheins weist sogenannte Toma auf. Es handelt sich dabei um kegelförmige Berge, die Reste eines Bergsturzes sind. Das harte Gestein, das sie aufbaut, hat den Auswaschungen standgehalten.
Stromabwärts fließt der Alpenrhein in einem breiten Bett. Unterhalb von Landquart zeigt sich die anthropogene Landschaftsveränderung besonders deutlich. Der Fluss wurde begradigt, die Ufer sind stark befestigt. Als der Alpenrhein noch ein ungebändigter Strom war, siedelten die Menschen auf den breiten Schwemmfächern, die sich von den Seitentälern her aufbauten. Heute reichen Neubau- und Industrieansiedlungen bis hinunter an den Fluss. Die ursprüngliche Flusslandschaft mit wechselnden Flussläufen und überschwemmten Auwäldern gibt es nicht mehr.
Auch die alte Mündung mit den Deltaschüttungen gibt es nicht mehr. An ihre Stelle tritt der Fussacher Durchstich, ein Kanal, der das Wasser direkt in den Bodensee leitet. Im Bereich der Mündung lagern sich die vom Fluss transportierten Sedimente als Fahne sichtbar ab und schieben sich um etwa 20 m im Jahr in den See. Mit der Mündung in den Bodensee hat der Alpenrhein seine Erosionsbasis erreicht.
Der begradigte Alpenrhein, mit befestigten Ufern. Als der Alpenrhein noch ein ungebändigter Strom war, siedelten die Menschen auf den breiten Schwemmfächern, die sich von den Seitentälern her aufbauten. Die ursprüngliche Sumpflandschaft mit wechselnden Flussläufen und überschwemmten Auwäldern ist verschwunden.
© Text überarbeitet: Silke Harrer
