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Per Computeranimation begeben wir uns auf eine Zeitreise zurück ins Kambrium, also zum Beginn des Erdaltertums (vor 570 - 500 Mio Jahren). Die ersten unkommentierten Szenen geben einen Eindruck von der Fremdartigkeit der kambrischen Flachmeer-Fauna: Ein Trilobit bewegt sich am Meeresboden zwischen verschiedenen Schwammarten; er wird von Opabinia gejagt.
In den nun folgenden Sequenzen werden verschiedene Vertreter der kambrischen Fauna vorgestellt. Dinomischus, ein Tier mit becherförmigem Körper, lebte auf einem Stielorgan als sessiler Filtrierer. Bei der fünfäugigen Opabinia handelt es sich um einen beweglichen Räuber. Ebenfalls räuberisch lebte Odontogriphus. Er wird als „das Rätsel mit Zähnen“. bezeichnet, weil seine Beute unbekannt ist. Odontogriphus wird als Vertreter einer Tiergruppe ohne Nachfahren vorgestellt, also einer Gruppe, die in der Sackgasse der Evolution landete. Der Stachelhäuter Eldonia, ein quallenähnliches Tier, ist am ehesten mit den Seegurken verwandt. Anhand von Amiskwia wird darauf aufmerksam gemacht, dass uns das Wissen um und über die kambrischen Arten lediglich durch Fossilien überliefert wird. Wiwaxia ist ein schneckenähnliches Tier mit langen Stacheln und Schuppenpanzer als Schutzeinrichtungen, dem selbst der Räuber Opabinia nichts anhaben konnte. Die über 0,5 m große Anomalocaris gilt als stärkster kambrischer Jäger.
Über das reine Vorstellen einzelner kambrischer Organismen hinaus vermittelt der Film wichtige Fakten, die den heutigen Wissensstand der Paläobiologie betreffen. Als zentral gilt die Erkenntnis, dass fast alle Vorfahren der heutigen Tiergruppen im Kambrium, innerhalb von wenigen Millionen Jahren entstanden sind. Die Tierwelt hat in dieser Epoche der Erdgeschichte also eine enorme Artenexplosion erfahren. Zwei Faktoren, die diese Entwicklung bedingten, werden angesprochen: - Das Auftreten vieler Arten mit Exoskelett und anderen Schutzeinrichtungen weist darauf hin, dass das „Gesetz des Fressens und Gefressen-Werdens“ zum Greifen kam. - Das „Prinzip des Stärkeren“ wird im Zusammenhang mit dem Räuber Anomalocaris als wichtiger „Motor“ für die Evolution hervorgehoben.
© Text: Silke Harrer
