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Sendereihe

Wer Orientierung sucht, den eigenen Standort erkennen will, braucht eine Vorstellung von der Umwelt, in der er sich bewegt. Menschen und Tiere verfügen über unterschiedlich entwickelte Sinneswahrnehmungen und Strategien, aus denen sie ihr jeweiliges "Weltbild" ableiten. Ganz gleich, ob das Auge eine Geländestruktur oder den Sonnenstand erfaßt, die Nase eine Duftspur aufnimmt, Sensoren im Körper Magnetfelder ausloten oder Bewegungen registrieren, immer handelt es sich um Meßvorgänge, aus denen sich geografische Informationen ableiten lassen. Etliche Tierarten sind für außerordentliche Sinnesleistungen bekannt. Störche fliegen um die halbe Welt und finden wieder ihren angestammten Horst, geschlechtsreife Aale ziehen flußabwärts bis sie das Meer erreichen und überqueren den Ozean bis sie ihr Laichgebiet erreichen, Bienen erkunden ihren Lebensraum und teilen ihren Artgenossen tanzend und summend eine "Landkarte" vor, die über Lage und Ergiebigkeit von Nahrungsquellen Auskunft gibt.

Mit den hochentwickelten Sinnesleistungen und dem Orientierungsvermögen mancher Tiere kann der Mensch ohne zusätzliche Hilfsmittel kaum mithalten. Geografen haben den Globus mit einem unsichtbaren Netz von Längen- und Breitengraden überzogen, das jedem Punkt der Erde eine Koordinate zuweist. Um diese Koordinaten zu bestimmen, sind erfindungsreiche Instrumente wie Sextant, Theodolith oder Satelliten entwickelt worden, die uns sagen, wo wir uns gerade befinden.

Dank des technischen Fortschritts haben Menschen ihren von Natur aus begrenzten Aktionsradius im Laufe der Geschichte wesentlich erweitert und der eigenen Weltsicht neue Perspektiven eröffnet. Ob an Land, auf hoher See, in der Luft oder im Weltraum, je nach Standort nimmt der Beobachter die Erde in unterschiedlicher Weise wahr, am Steuer eines Autos anders als an Bord eines Raumschiffs. Vermessung, Kartographie, Ortung und Navigation sind bis heute unverzichtbare Hilfsmittel, um sich ein möglichst exaktes Bild von einer Welt zu machen, die sich ständig wandelt und in der sich Menschen dennoch zurechtfinden müssen.

Die einzelnen Folgen der Serie "Ganz schön vermessen" entsprechen den unterschiedlichen Perspektiven, aus denen sich die Erde betrachten lässt. Der Zuschauer erlebt ein Weltreise, die an Land beginnt, aufs Meer, in den Luft- und schließlich in den Weltraum führt.

"Reisebegleiter" der ersten beiden Folgen ist der Abenteurer Arved Fuchs, der die Polarregionen zu Fuß durchquert und die Welt umsegelt hat. Luft - und Weltraum bringt uns der Pilot und Wissenschaftsastronaut Dr. Ulrich Walter mit seinen persönlichen Erfahrungen näher.

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