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Sendungsinhalt: Voltaire et "Candide"

Der naive Candide im irdischen Paradies, im Schloss zu Thunder-ten-tronckh, im grausamen Krieg zwischen Bulgaren und Abaren, beim Erdbeben von Lissabon, als Opfer der Inquisition: Er kommt nach unzähligen Abenteuern, endlich vereint mit der einst geliebten Cunégonde, zu der Schlussfolgerung: Wir müssen unseren Garten bearbeiten. Voltaire, der Kritiker seiner Zeit, der politisch Verfolgte, an europäischen Königshöfen Gefeierte, hat sein eigenes Leben in diese philosophische Erzählung gepackt.

Szenenüberblick

Voltaire verliebt sich in eine Hugenottin (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
00:00 - 02:32

Kindheit und Jugend Voltaires

Francois-Marie Arouet stammt aus einer bürgerlichen Pariser Familie. Weil er in Kreisen verkehrt, die den Hof und die katholische Kirche kritisieren, schickt ihn sein Vater nach Holland. Dort verliebt er sich in eine Hugenottin, worauf sein Vater ihn wieder zurückholt. Mit 23 verbüßt er wegen einer Satire über den Regenten Philippe d’Orléans eine fast einjährige Freiheitsstrafe.

erster Theatererfolg - Ödipus (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
02:32 - 04:46

Erster Erfolg in Paris und Exil in London

Voltaires erste Tragödie „Ödipus“, ist ein großer Erfolg an der „Comédie Française“, und der Regent ernennt Voltaire zum Hofpoeten. Dennoch bleibt Voltaire kritisch gegenüber jeglicher Autorität. Wegen eines Streits muss nach England gehen, wo er das Gedankengut der Aufklärung und die religiöse Toleranz schätzt.

Verbrennung der lettres anglaises (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
04:46 - 06:22

Zensur und Flucht in die Provinz

Die nach seiner Rückkehr geschriebenen „Lettres anglaises“ sind eine Kritik der französischen Gesellschaft und werden verbrannt. Voltaire flieht in die Provinz und lebt 10 Jahre auf dem Schloss der Marquise Emilie von Châtelet, mit der er wissenschaftliche und philosophische Werke, Gedichte, Satiren und Theaterstücke schreibt.

Le siècle de Louis XIV (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
06:22 - 08:32

Am preußischen Königshof

Nach dem plötzlichen Tod Emilies nimmt Voltaire die Einladung des preußischen Königs Friedrich II an. In Potsdam trifft er Intellektuelle aus aller Welt. Nach drei Jahren kommt es zum Bruch mit Friedrich II und Voltaire lässt sich vorübergehend bei Genf in der Schweiz nieder, bis er auch dort in Ungnade fällt.

Ferney (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
08:32 - 10:07

Voltaire bestellt seinen Garten

Mit 64 Jahren etabliert sich Voltaire schließlich in Frankreich nahe der Schweizer Grenze. In Ferney verwirklicht er einen Traum, lässt Obst und Gemüse anbauen und eine Kirche sowie zwei Fabriken errichten. Während des siebenjährigen Kriegs erscheint sein großer philosophischer Roman „Candide ou l’optimisme“.

Candide (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
10:07 - 14:57

„Candide“, Szene 1

Candide wohnt im Schloss eines westfälischen Barons. Von dem Hauslehrer Pangloss lernt er, dass alles zum Besten bestellt ist, und dass es für alles einen guten Grund gibt. Als der Baron Candide mit seiner Tochter Cunégonde erwischt, jagt er ihn aus dem Schloss. Von der bulgarischen Armee zwangsverpflichtet, muss sich Candide einem grausamen militärischen Training unterziehen.

Candide (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
14:57 - 17:53

„Candide“, Szene 2

Candide versteckt sich während der Schlachten zwischen Bulgaren und Abaren so gut er kann. In Dörfern, die jeweils von der Gegenseite vernichtet wurden, trifft er auf Tote und Verstümmelte. Candide erreicht Holland, wo er Pangloss wiedersieht und hört, dass Cunégonde tot sei. Sie brechen nach Portugal auf und ertrinken fast bei einem schrecklichen Sturm.

Candide (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
17:53 - 23:28

„Candide“, Szene 3

In Lissabon erleben Candide und Pangloss ein Erdbeben, das 30.000 Menschenleben fordert. Es kommt zu religiösen Verfolgungen, durch die zukünftige Erdbeben abgewendet werden sollen. Nach vielen Abenteuern in aller Welt trifft Candide Cunégonde - und verliert sie wieder. Auf der Flucht nach Südamerika trifft Candide auf einem Schiff den Pessimisten Martin. Zurück in Europa schifft sich Candide mit Pangloss und Martin nach Konstantinopel ein.

Candide (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
23:28 - 29:45

„Candide“, Szene 4

In Konstantinopel trifft Candide Cunégonde wieder, die ihre Schönheit eingebüßt hat. Widerwillig heiratet er sie und zieht sich mit seinen Freunden auf einen Bauernhof zurück. Sie streiten oder langweilen sich, bis sie von einem armen Türken lernen, dass es am besten ist, wenn man seinen Garten bestellt und sich nicht weiter um die Probleme der Menschheit kümmert. Diese Idee wird in die Tat umgesetzt, jeder tut das, was er am besten kann, und alles ist zum Besten.

„Candide ou l‘optimisme“
Inszenierung: René Loyon, CDN de Franche-Comté
Fernsehregie: Jean-Marie Perrochat

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