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Sendungsinhalt: Guy de Maupassant et "La Parure"

Das Leben Guy de Maupassants – seine Liebe zur Natur und zur Normandie, seine Ausschweifungen in Paris, seine Abscheu vor dem Krieg, seine fortschreitende Krankheit und sein Tod im Alter von nur 42 Jahren – rankt sich in fünf impressionistischen Bildern um die Inszenierung seiner Novelle „Der Schmuck“: Mathilde Loisel leiht sich für den Ball ihrer Träume ein Diamanten-Collier – und verliert es. Zehn Jahre führen sie und ihr Mann ein elendes Leben und schuften, um das Ersatzschmuckstück abzubezahlen.

Szenenüberblick

Etretat 1871 (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
00:00 - 02:19

Am Strand von Etretat

1871 besucht Guy de Maupassant seine Mutter in der Normandie und berichtet über den französisch-preußischen Krieg. Seine Mutter liest gerade ein Buch von Flaubert, dem Freund und „Meister“ Maupassants, dem er alle seine Manuskripte zuschickt. Maupassant erzählt ihr von seinem armseligen Leben in Paris, in dem auch Prostituierte eine Rolle spielen.

Maupassant-Lebemann in Paris (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
02:19 - 05:17

Im Zimmer der Prostituierten

Maupassant liest aus einem Brief Flauberts vor, der ihm rät, sich ganz auf sein Schreiben zu konzentrieren, und er beklagt seine stupide Arbeit im Marineministerium, die sein Schreiben behindere. Danach stößt er mit der Prostituierten auf seine Syphilis an und berichtet ihr über ein neues, pornographisches Theaterstück, an dem er beteiligt ist.

Maupassant und sein Diener François (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
05:17 - 07:28

Im Arbeitszimmer

Einige Jahre später ist Maupassant durch seine Erzählungen bekannt geworden. Sein Diener François umsorgt ihn und bringt ihm den Brief einer Dame, den Maupassant jedoch ungelesen wegwirft. Er sehnt sich nach Ruhe und beginnt den Anfang seiner Novelle „Der Schmuck“ zu lesen, die er gerade schreibt.

Mme Loisel bedient ihren Mann (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
07:28 - 14:02

La Parure: Esszimmer

Monsieur Loisel präsentiert seiner Frau Mathilde die Einladung zu einem Ball des Ministeriums. Mathilde ist traurig, dass sie den Ball nicht besuchen kann, weil sie keine angemessene Kleidung besitzt. Schließlich spendiert Monsieur Loisel seiner Frau einen angesparten Betrag und rät ihr, sich von einer Freundin eine Halskette auszuleihen.

Die Loisels kleiden sich zum Ball (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
14:02 - 14:50

La Parure: Vorbereitungen für den Ball

Das Ehepaar freut sich auf den Ball. Mathilde Loisel ist von ihrer eigenen Erscheinung hingerissen, ihr Mann spricht begeistert von den wichtigen Personen, die sie auf dem Ball treffen werden.

Mme Loisel tanzt mit einem Verehrer (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
14:50 - 16:06

La Parure: Ballsaal

Mathilde Loisel ist im siebten Himmel, als sie prachtvoll gekleidet mit einem schmucken Verehrer tanzt. Ihr Mann sitzt müde und betrunken am Rand und nimmt das Geschehen kaum wahr.

M. Loisel hat vergeblich nach dem Schmuck gesucht (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
16:06 - 18:32

La Parure: Schlafzimmer

Als die Loisels vom Ball nach Hause kommen, entdeckt Mathilde, dass sie die Halskette verloren hat. Ihr Mann macht sich zwar noch einmal auf die Suche, kehrt jedoch erfolglos nach Hause zurück.

Madame Loisel wäscht für andere Leute (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
18:32 - 21:12

La Parure: Mansarde

Das Ehepaar Loisel hat ein Diamanten-Collier als Ersatz gekauft und wohnt jetzt wegen der hohen Schulden in einer armseligen Mansarde. Mathilde wäscht für reiche Leute die Wäsche. Ihr Leben ist trostlos, von Not, Arbeit und Armut geprägt.

Madame Loisel trifft ihre alte Freundin im Park (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
21:12 - 22:58

La Parure: Park

Beim Wäsche-Austragen begegnet Mme Loisel ihrer alten Freundin, Mme Forestier, und erfährt von dieser, dass der geliehene und verlorene Schmuck eine wertlose Imitation gewesen war.

Maupassant hat Wahnvorstellungen (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
22:58 - 24:37

Maupassants Krankheit schreitet fort

Der Schriftsteller liegt schlaflos und von Fieber geschüttelt auf seiner Couch. Seine Migräne macht ihm jegliches Schaffen unmöglich. Auch die aufopfernde Behandlung durch seinen Diener François führt zu keiner Besserung seiner Beschwerden. Zusätzlich leidet Maupassant an Halluzinationen und Verfolgungswahn.

Maupassant feiert seine Erfolge mit Freunden (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
24:37 - 26:54

Am Wasser

Maupassant wirkt verjüngt und lebenslustig. Mit Freunden feiert er den Erfolg von „Bel Ami“ und unterschreibt eine Petition, die den Bau des Eiffelturms verhindern soll. Er erinnert sich an Bootsfahrten und durchtanzte Nächte und scheint in Hochform zu sein. Doch plötzlich wird er wieder von einer Wahnvorstellung überwältigt und muss die Gesellschaft verlassen.

Maupassant in der Nervenheilanstalt (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
26:54 - 29:50

Im Park der Klinik

Maupassant ist 42 und wurde in eine psychiatrische Klinik eingeliefert. Nach mehreren Selbstmordversuchen steckt er in einer Zwangsjacke. Er führt gotteslästerliche Selbstgespräche und ist völlig übergeschnappt. Mit einem "Dieu, vous êtes fou!" verlässt Maupassant in Anwesenheit seines treuen Dieners die Lebensbühne.

Guy de Maupassant et „La Parure“
Inszenierung: Frédéric Ortiz, Théâtre Off, Marseille
Fernsehregie: Jean-Marie Perrochat

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