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Sendungsinhalt: Albert Camus - "Les Justes"

Russland, 1905: soziales Elend. Eine Gruppe von Revolutionären ermordet den Großherzog Sergej. Die Mitglieder diskutieren heftig darüber, inwieweit zum Durchsetzen politischer Ziele Gewalt anzuwenden ist. Eine der vielen Fragen, die Albert Camus im Laufe seines kurzen Lebens zu lösen versuchte, und die er in dem Theaterstück „Les Justes“ thematisierte. Eine Dokumentation über sein Leben ergänzt die Szenenausschnitte und stellt sie in einen biographischen und zeitgeschichtlichen Zusammenhang.

Szenenüberblick

Titel Camus (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
00:00 - 04:41

Biographie Albert Camus: 1913 bis 1944

Albert Camus wächst in Algiers in einer Familie ohne Vater auf. Mit 17 wird er schwer krank und macht erste Erfahrungen mit dem Schreiben. Er studiert in Algiers Philosophie, genießt das Leben und beginnt sich politisch zu engagieren. Er gründet ein Kulturzentrum in Algers, entdeckt das Theater und schreibt für den „Alger républicain“.

Combat Montage (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
04:41 - 07:33

Biographie Albert Camus: 1940 bis 1949

1940 bricht Camus in das von den Deutschen besetzte Mutterland Frankreich auf und lebt zwischen Paris, Algerien und Südfrankreich. Er veröffentlicht den „Etranger“ und gibt die Widerstandszeitung „Combat“ heraus. Nach der Befreiung von Paris ist Camus durch seine Artikel und literarischen Werke berühmt.

Gemälde Revolution (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
07:33 - 08:35

„Les Justes“: Entstehungsgeschichte

Die Gerechtigkeit war für Camus schon immer ein wichtiges Thema. Dass sie oft nur durch Revolte und Gewalt erreicht wird, beschäftigte ihn sehr. Das Theaterstück „Les Justes“ basiert auf den Ereignissen der russischen Revolution und stellt die Frage, ob das Ziel die Mittel rechtfertigt.

Les Justes - Totale (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
08:35 - 09:30

„Les Justes“: Vorstellung der Figuren

Boria ist der Anführer der Terroristen. Stepan ist aus einem Lager für politische Gefangene geflohen und voller Hass. Dora fragt sich, ob das Volk durch persönliche Opfer gerettet werden kann. Und Yanek, der „Dichter“, soll die Bombe auf die Kutsche des Großherzogs werfen.

Yanek Kaliayev (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
09:30 - 11:19

„Les Justes“, Monolog Yanek Kaliayev

Ausschnitt aus Akt II: Von Kaliayev: „Je ne pouvais pas prévoir“ bis Dora: „Non, Yanek, tu n’as pas rêvé.“ Yanek erzählt, dass er die Bombe nicht werfen konnte, weil in der Kutsche die Kinder des Großherzogs saßen.

Dialog Dora-Kaliayev (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
11:19 - 17:24

„Les Justes“, Dialog Dora – Yanek Kaliaev

Ausschnitt aus Akt III: Von Dora: „Alors pourquoi es-tu triste?“ bis Dora: „La Russie sera belle“. Es geht um den Widerspruch zwischen Liebe und Gerechtigkeit. Dora würde gern eine Weile das Elend der Welt vergessen und das Leben und die Zärtlichkeit genießen. Wen liebt Yanek mehr? Dora oder die Gerechtigkeit? Das Attentat wird Frieden bringen, hofft Yanek, aber ob sich die beiden danach wiedersehen?

Dialog-Stepan-Dora (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
17:24 - 20:48

„Les Justes“, Dialog Dora - Stepan Fedorov

Ausschnitt Akt III: Von Stepan: „Comme il marche droit“ bis Dora: “Le grand-duc”. Stepan ist sicher dass Yanek den Großherzog töten wird. Stepan ist voller Hass gegenüber seinen Mitmenschen, seit er im Straflager gefoltert wurde. Man hört eine Explosion. Was ist passiert? Ist der Herzog tot oder Yanek?

Dialog Dora-Boria (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
20:48 - 25:58

„Les Justes“, Dialog Dora – Boria Annenkov

Ausschnitt aus Akt V: Von Dora: „La mort, la potence, la mort encore!“ bis Stepan: “Yanek n’a pas trahi.” Yanek hat den Großherzog getötet und ist im Gefängnis. Wird er seine Freunde verraten um nicht hingerichtet zu werden? Boria denkt, dass es nötig ist, Opfer für das Leben der anderen zu bringen. Seit er die Organisation leitet, hat er es verlernt zu lieben. Dora ist verzweifelt. Yanek wird hingerichtet.

Grab Camus (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung) Bildunterschrift:
25:58 - 28:12

Biographie Albert Camus: 1949 bis 1960

Camus veröffentlicht den „Homme révolté“. Seine philosophischen Vorstellungen unterscheiden sich von denen Jean-Paul Sartres . Camus engagiert sich im Algerienkrieg für die Gerechtigkeit, erlebt aber das Ende dieses Krieges nicht mehr. Mit 47 Jahren kommt er bei einem Autounfall ums Leben.

„Les Justes“
Inszenierung: Pascale Spengler, Les Foirades, Strasbourg
Fernsehregie: Jean-Marie Perrochat

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