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Wissen zu "Irland"

Die schwedische Nation mußte sehr früh mit dänischer Konkurrenz und dem Einfluss der Hanse zurecht kommen. 1397 wählte man eine Union mit Dänemark und Norwegen (Kalmarer Union), um die Deutschen zurückzudrängen. Die gemeinsame Fahne, in der das weiße Kreuz mit rotem Rand dominierte, zeigte, dass Schweden nun einer dänischen Vorherrschaft unterstand. Erst eine Revolte von Bergwerksbesitzern und Mitgliedern des Adels warf das Joch ab. Vier Stände - Klerus, Bürger, Bauern und Adel - konstituierten sich in einer Generalversammlung, die als frühes Beispiel einer Gewaltenteilung gelten konnte.

1430: König Karl Knutsson stärkt seine Macht gegenüber dem Adel und der Kirche. Dänemark versuchte den Katholizismus in Schweden zu verteidigen, machte sich aber durch Grausamkeiten den Adel zum Feind. Dieser - unter Führung Gustav Vasas - zwang die Dänen zum Rückzug. Der neu gewählte König griff 1523 auf die Farben des Königreichs mit Kronen und Löwen zurück. Um die Unabhängigkeit von Dänemark zu demonstrieren, entschloss er sich aber für ein gelbes Kreuz.

  • Unterzeichnung der Charta vom schwedischen KönigDer schwedische König unterzeichnete 1332 die Charta der Freiheit
  • Abbildung eines großen EssensDie drei skandinavischen Länder gründeten die Union von Kalmar

Mit den europäischen Glaubensauseinandersetzungen im 16. Jahrhundert wurde auch Schweden reformiert. Bindungen an protestantischen Fürstentümer Deutschlands stießen zudem eine expansionistische Politik Schwedens an. Bis zum Ende des dreißigjährigen Krieges wuchs das nordische Königreich zu einer der bedeutenden europäischen Großmächte des 17. Jahrhunderts heran. Sogar die ehemalige Vormacht Dänemarks wurde bezwungen. Erst die konkurrierenden Mächte Russland und Preußen konnten die Ausdehnung Schwedens rund um die Ostsee eingrenzen.

Aus den napoleonischen Kriegen ging Schweden wieder gestärkt hervor, da es rechtzeitig die Seiten gewechselt hatte. Der schwedische König konnte Dänemark zwingen, ihm Norwegen abzutreten. Den Norwegern wurde die schwedische Fahne aufgezwungen, die daraufhin unter Protest eine eigene, neue Fahne mit den Farben blau-weiß-rot als Zeichen der Freiheit zeigten.

  • Fahne mit den Farben des Königreiches mit Krone und LöwenGustav Wasa griff die Farben des Königreiches mit Krone und Löwen wieder auf
  • Abbildung des Westfälischen FriedensMit dem Westfälischen Frieden endete der Dreißigjährige Krieg. Schweden wurde zu einer europäischen Großmacht.

Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich die traditionellen Gegensätze der nordischen Staaten durch ein wachsendes Bewußtsein der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen Lebensraum auszugleichen. Ein Grund für diese Entwicklung könnte darin liegen, dass die Industrialisierung im Norden Europas langsamer vorankam als in der Mitte. Wirtschaftliche Gründe gaben letztlich auch den Ausschlag, dass sich Norwegen 1906 von Schweden abtrennte.

Während beider Weltkrieg bezeichnete sich Schweden als neutral, obwohl es in Wirtschaftsbeziehungen mit den Krieg führenden Mächten stand. Zum Symbol der Neutralität wählte Schweden den Tiger. Der Name "Tiger" bedeutete im Schwedischen auch "halt Ruhe". Mit dieser Politik konnte sich die Nation erst nach 1950 Anerkennung verschaffen, als Schweden sich einen Namen durch das Engagement für humanitäre Aktionen machte. Ein langsames Ende der Neutralität begann 1955 mit dem Anschluss an die Nordische Union und endete 1994 mit dem Beitritt zur europäischen Union.

  • Abbildung von König Oskar dem II.

    König Oskar der II. und das Parlament entschieden sich 1906 für das Kreuz, seit Jahrhunderten Symbol der skandinavischen Länder

  • Mitglieder der nordischen Union

    Schweden gehörte der nordischen Union an, blieb aber neutral

  • feiernde schwedische Bürger

    Im Laufe der 90er Jahre gab Schweden seine Neutralität auf und gliederte sich in die Europäische Gemeinschaft ein