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Mit der Gründung der anglikanischen Kirche 1534 kämpfte der Heilige weiter für England gegen katholische Drachen. Dies war in einer Zeit, als England seine Vorherrschaft auf der Insel international durchzusetzen begann: 1588 besiegte man die Armada. 1603 vereinigte Jakob I. Schottland und England unter dem Namen Großbritannien. Ein neues Staatswappen vereinte die Harfe Irlands mit dem schottischen Löwen und den englischen Löwen und Lilien. Ab 1801 trug die neue Flagge des "Vereinigten Königreiches von Großbritannien und Irland" das Georgskreuz Englands, das schottische Andreaskreuz und das Kreuz des St. Patrick aus Irland. In diesem sogenannten Union Jack dominiert das Kreuz des heiligen Georg, was weder Schotten noch Iren hinnehmen wollten.
Das 19. Jahrhundert verdeckte mit den internationalen Erfolgen des britischen Staates innere Spannungen. Hinter erfolgreichen Fassade manifestierten sich soziale Spannungen. Innere Kämpfe wurden von Gewerkschaften bestimmt. Zum offenen Streit zwischen den Nationen kam es auf der irischen Insel, die 1922 geteilt wurde: in ein britsiches Nordirland und die Irische Republik.
Nach dem 2. Weltkrieg begann Großbritanniens Rolle in der Welt geringer zu werden, Indien sowie weitere Kolonien abzugeben. Der "Union Jack" wurde zum Symbol für das extravagante Königshaus, Popmusik und weltwirtschaftliche Beziehungen. 1997 - bei der Beisetzung der Prinzessin von Wales - wurde deutlich, daß die Nationalflagge keine geschlossene Nation symbolisierte. Risse gab es zwischen der Königin und dem Mann auf der Straße, Volksentscheide brachten Schottland und Wales mehr Unabhängigkeit. Zu fragen bleibt, wie die Einwirkung Europas die britischen Probleme beeinflussen wird.
© Text: Norbert Zwölfer / Wolfgang Antritter
