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Luxemburg gehört neben Andorra, San Marino, Lichtenstein und Monaco zu den Kleinst-Staaten in Europa. Zumindest eine gewisse wirtschaftliche Eigenständigkeit zeigen noch die Kanalinseln Guernsey und Jersey. Sie alle haben sich ihre (Teil)Selbständigkeit gegen mächtige Nachbarn im Verlaufe der Geschichte bewahren müssen. Im Falle Luxemburgs ist der Einfluß der europäischen Großmächte auf ein Territorium dabei besonders deutlich. Ein Blick auf das, den Schülerinnen und Schülern meist nur als Ort der europäischen Institutionen bewußte Nachbarland, kann daher zeigen, wie Machtpolitik mit dem kleinen Volk der Luxemburger umgegangen ist. Die Interessen der deutschen Kurfürsten ließen das Land zunächst zur Bastion eines deutschen Kaiser aufsteigen, der sich weitere Gebiete aneignen konnte. Dann wird der Staat zwischen den französischen Bourbonen und den spanisch-österreichischen Habsburgern bzw. später den Preußen zerrieben. Als souveränes Territorium bleibt im 19. Jahrhundert ein vergleichsweise geringes Gebiet, das erst mit der Erklärung seiner Neutralität Souveränität erringt. Daß dennoch der Staat im europäischen Kontext heute eine solch bemerkenswerte Rolle spielt, sollte Anlaß sein, die Schulfernsehsendung ergänzend z.B. bei der Darstellung der Geschichte der Europäischen Union vorzuführen. Dann können mit ihr die Mechanismen internationaler Politik bis zum 19. Jahrhundert wiederholt werden. Folgende Anregungen helfen, die Auswertung der Schulfernsehsendung zu systematisieren:
Als Lehrplanbezüge sind für Baden-Württemberg folgende Inhalt zu nennen:
| Hauptschule | Klasse 9 | Fächerverbindendes Thema 2 | Europa auf dem Weg zur Einheit |
| Realschule | Klasse 10 | Geschichte LPE 2 | Europa auf dem Weg zur Einigung |
| Realschule | Klasse 10 | Fächerverbindendes Thema 2 | Europa - Chance und Verantwortung |
| Gymnasium | Klasse 10 | Geschichte LPE 6 | Internationale Probleme in ihrer geschichtlichen Dimension |
© Text: Norbert Zwölfer / Wolfgang Antritter
