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Die Geschichte des Symbols der portugiesischen Nation beginnt im Film 1910, als Teile der Armee und des Bürgertums versuchen gegen die Monarchie ein republikanisches Symbol zu setzen. "Blau und Weiß" soll abgelöst werden durch "Rot und Grün". Auf der neuen Flagge stellen außerdem ein rot umgrenztes Wappen mit 7 goldenen Burgen in einem goldenen Ring und 5 blaue Wappen, in der Form eines Kreuzes angeordnet, einen engen Bezug zur Vergangenheit Portugals her. Danach war es ein Mitglied der französischen Familie, der sich, verheiratet mit der Tochter des Königs von Kastilien, als erster "portugiesischer" Herrscher im Westen der iberischen Halbinsel festsetzte. Seine Farben waren vermutlich ein blaues Kreuz auf weißem Grund. Unter dieser Flagge kämpfte der Sohn Alfons I. als erster König gegen die Mohammedaner, die im 12. Jahrhundert weite Teile des gerade gegründeten Staates besetzt hielten. Alfons I. wurde in seinem Kampf von den Ritterorden der Kreuzzüge, vor allem vom Orden von Avis, so tatkräftig unterstützt, daß diese in Zukunft in Portugal eine wichtige Rolle spielten. Außerdem hatte die Nachbarschaft zum meist mächtigeren Königreich Spanien große Bedeutung. Zum einen stifteten Heiraten enge Beziehungen, was auch dazu führte, daß dem ererbten blauen Wappenschild die Burgen Kastilien hinzugefügt wurden. Zum anderen mußte man sich in kriegerischer Auseinandersetzung gegen den mächtigen Nachbarn wehren. Ein Sieg beeinflusste wiederum die Flagge: das Kreuz von Avis taucht erneut auf, allerdings nun in grüner Farbe.
© Text: Norbert Zwölfer / Wolfgang Antritter
