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Am Beginn der Geschichte der österreichischen Flagge steht eine Legende: Der Herzog von Österreich - ein Babenberger aus Bamberg - verliert seine Standarte in einer Schlacht während des Kreuzzuges 1191. Um sich dennoch erkennbar zu machen, schwenkt er seinen weißen, mit Blut getränkten Umhang. Darauf sammeln sich seine Truppen unter den rot - weiß - roten Farben.
An den Fuß der Alpen zurückgekehrt - im heutigen Oberösterreich - autorisierte der Kaiser um 1200 die österreichischen Farben bei der Verteidigung der Reichsgrenzen gegen Slawen und Ungarn. Da der letzte Babenberger, Friedrich II, ohne Nachfolger blieb, sicherte sich 1278 der frisch gewählte erste Habsburger auf dem deutschen Kaiserthron, Rudolf I, gegen böhmische Ansprüche das vakante Herzogtum. Der Habsburger baute seine Macht aus, indem er seinen Söhnen (Nieder)Österreich und die Steiermark überträgt.
Im Jahre 1282 zog sein Sohn Albrecht I von Habsburg, später deutscher König (1298 -1308), als Herrscher nach Wien - die Stadt wird gleichzeitig freie Reichsstadt; ihr Wappen ist ein weißes Kreuz auf einer roten Fahne. In dem feudal ausgerichteten Land sind eine funktionierende Landwirtschaft und der katholische Glaube die wesentlichen Pfeiler österreichischer Kultur und Politik. Folglich wird der Aufstand der Hussiten 1419 als Angriff gegen den Kaiser und die mit ihm verbundenen österreichischen Farben begriffen und niedergeschlagen.
© Text: Norbert Zwölfer / Wolfgang Antritter
