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Dänemark - hier stellvertretend für den ganzen Norden - tritt mit den Wikingerstürmen in die europäische Geschichte ein. Daher ist es logisch, daß man sich auf diesen Gesichtspunkt konzentriert, wenn man Dänemark zu einem Scherpunkt des Unterrichts machen will.
Die Wikingerzeit ist für Dänemark der sagenumwobene, halbhistorische Abschluss der dänischen Vorzeit. Ihre zeitlichen Grenzen lassen sich nicht präzise feststellen. Als ihren Beginn pflegt man den Zeitpunkt zu rechnen, an dem die Wikinger zum ersten Mal in den zeitgenössischen schriftlichen Quellen auftauchen, mit Plünderungen und mit der Niederbrennung eines englischen Klosters auf der Insel Lindisfarne im Jahr 793. 1013 eroberte Svend Gabelbart ganz England. Sein Sohn, Knud der Große, dehnte die dänische Königsmacht auf Norwegen aus, so dass er in Rom als zweitgrößter Herrscher Europas an der Seite des römischen Kaisers zum Hochaltar schreiten konnte. Bereits die Söhne Knuds verscherzten das große Wikingerreich durch inneren Streit. Als das Ende der Wikingerzeit wird meist das Jahr 1066 bezeichnet, als der Normannenherzog Wilhelm England eroberte und der norwegische König Harald Harderaade beim Versuch, das Gleiche zu tun, eine Niederlage erlitt und in der Schlacht bei Stamford Bridge fiel.
Die zusätzlichen Materialien greifen diese Großzeit dänischer Macht auf, indem sie den Schülern verdeutlichen, dass bis zum 11. Jahrhundert Wikinger weit über die Gebiete Einfluss ausübeten, die heute den Staat umgreifen. Gleichzeitig will der Text verhindern, daß das Motiv der Abenteuerromantik in den Vordergrund rückt. Die Auswertung von Material 2 zeigt, daß massive wirtschaftliche Interessen die Nordmänner von ihren Gebieten wegtrieben.
© Text: Norbert Zwölfer / Wolfgang Antritter
