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2008 erfasst die Finanzkrise die Wirtschaft weltweit: Banken und Versicherungen brechen zusammen. Auch wenn die Faktoren komplex sind, im Kern geht es um Gier. Um den Mechanismus der Krise zu verstehen, lohnt sich ein Rückblick ins frühe 17. Jahrhundert, als die damals exotische Tulpe zu einem Spekulationsobjekt wurde.
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Anfang dieses Jahrhunderts boomt der Immobilienmarkt in den USA. Die Banken vergeben viele günstige Kredite für den Hausbau bzw. -kauf - auch an sogenannte "zweitklassige Kreditnehmer". Nachdem die Immobilienpreise fallen, erhöhen die Banken die Zinsen. In der Folge kommt es zu hohen Kreditausfällen, da die Zahl der Schuldner, die die Kredite nicht mehr zurückzahlen können, steigt - ein Teufelskreis.
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In der Zwischenzeit haben die Banken aus den Hypotheken-Krediten längst Wertpapiere gemacht, die sie millionenfach verkaufen. Versicherungen, Investmentfirmen und Privatleute greifen zu, sie versprechen sich hohe Gewinne. Die Anleger wissen nicht, dass sie ihr Geld nicht wiedersehen werden.
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Als am Anfang der Kette - bei den Hauskäufern auf Pump - kein Geld mehr fließt, folgt eine weltweite Kettenreaktion, die den gesamten Finanzmarkt in eine tiefe Krise stürzt. Banken gehen pleite, Aktienkurse stürzen ins Bodenlose, Unternehmen bekommen kein Geld mehr und gehen bankrott. Sogar ganze Staaten stehen vor dem Ruin.
