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4. Stunde

  • Ein Neonazi mit einem Baseballschläger von hinten. Der Ausstieg aus der rechtsextremen Szene ist nicht einfach; Rechte: WDR

Entscheide Dich! Was tun gegen Rechtsextremismus? – Vorschlag für die vierte Unterrichtseinheit

Ausstieg gilt als Verrat: Aussteiger sind für Rechtsextreme schlimmer als der politische Gegner. Wie also aus der Szene aussteigen? Wie soll das Leben ohne die "alten Kameraden" funktionieren? Wie kann man sich eine neue Existenz aufbauen? Der Weg aus der rechtsextremen Szene ist nicht leicht und bedarf der Unterstützung. Fallbeispiele erlauben es den Schülerinnen und Schülern, den mühsamen Weg des Ausstiegs und die einzelnen Phasen der Loslösung nachzuvollziehen.

Der Ausstieg aus der rechtsextremen Szene

Der Ausstieg vollzieht sich meistens in drei Schritten: Zunächst werden die eigene politische Orientierung und die Mitgliedschaft in der rechten Szene hinterfragt. Dieser Phase der Irritation folgt die innere Loslösung von der Szene. Schließlich wird die Distanz manifest, das heißt, es erfolgt der endgültige Bruch mit der Szene. Abhängig vom Grad der Einbindung in das rechtsextreme Lager nimmt der Ausstieg unterschiedliche Formen an – bis hin zum Leben in der Anonymität, die freiwillig gewählt wird, weil sie Sicherheit bietet.

Als Einstieg in die Unterrichtseinheit dient das Infomodul "Der Ausstieg aus der rechtsextremen Szene". Es ist in der Rubrik "Sendungen" in diesem Wissenspool abrufbar. Mit dem AB 8 "Ausstiege" können die drei Phasen des Ausstiegs sowie die begleitenden Maßnahmen erörtert werden. Ein nochmaliger Blick auf die Fälle – unter Umständen mit einem Hinweis auf die im Infomodul thematisierten Einzelfragen (Schulabschluss, Wohnungssuche usw.) – erlaubt die Diskussion und Einschätzung der Tragweite eines Ausstiegs. Danach recherchieren die Schülerinnen und Schüler im Internet, welche Beratungsstellen in ihrer Region Aussteigerinnen und Aussteigern Hilfestellung anbieten.