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2. Stunde

  • Zwei junge Männer sitzen an einem Tisch und unterhalten sich. Aussteiger Kevin (r.) erzählt von seiner Zeit in der Szene; Rechte: WDR

Entscheide Dich! Was tun gegen Rechtsextremismus? – Vorschlag für die zweite Unterrichtseinheit

In jeder weiteren Unterrichtseinheit wird ein Aspekt des Themas vertieft. Als Material dafür dienen neben den Arbeitsblättern die Infomodule, die Sachinformationen zu jeweils einem Aspekt liefern. Die Filme sind in diesem Wissenspool in der Rubrik Sendungen abrufbar. Ergänzend können auch die Hintergrundtexte zum Thema genutzt werden. Diese Unterrichtseinheit thematisiert die Funktion junger Frauen in der rechtsextremen Szene sowie die ihnen zugeschriebene Rolle.

Frauen in der rechtsextremen Szene – Einstiege

Seit Ende der 1990er Jahre gründen rechtsextreme Frauen verstärkt eigene Organisationen, engagieren sich im kommunalen Umfeld und übernehmen politische Ämter. Im Infomodul illustrieren kurze Fallbeispiele, wie rasch der Einstieg in die Szene vollzogen ist, wie sich das "braune Netzwerk" junger Menschen bemächtigt. In einem Folgeschritt wird mit dem Prioritätenspiel die Frage aufgeworfen, warum Jugendliche rechtsextrem werden.

Zu Beginn der Unterrichtseinheit wird das Infomodul "Frauen in der rechtsextremen Szene" gezeigt. Im anschließenden Unterrichtsgespräch geben die Schülerinnen und Schüler zunächst ein kurzes Feedback dazu. Die Fallbeispiele auf AB 4 "Zwei Aussteigerinnen berichten" vertiefen die im Infomodul genannten Aufgaben und Rollen junger Frauen in der rechtsextremen Szene. Das zweite Fallbeispiel leitet zur Frage über, warum Jugendliche rechtsextrem werden.

  • Arbeitsblatt 4 – "Zwei Aussteigerinnen berichten"

Das Prioritätenspiel auf AB 5 "Warum werden Menschen rechtsextrem?" fasst in kurzen Thesen die unterschiedlichen Erklärungsansätze für Rechtsextremismus zusammen. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten das Blatt zunächst einzeln und kreuzen an, welchen acht Aussagen sie persönlich zustimmen würden. In der anschließenden Gruppenarbeit sollen sie sich auf fünf Kernaussagen festlegen und ihre Entscheidung anschließend vor der Klasse begründen können. Der Wechsel von der Einzel- zur Gruppenarbeit und die Aufgabe, eine gemeinsame Entscheidung herbeizuführen, zwingt die Jugendlichen, ihre (Vor-)Einstellungen zu begründen und sich mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern auszutauschen.

Die Gruppenergebnisse werden im Plenum vorgestellt und stellen einen "wissenschaftlichen Diskurs" dar. Die Aussagekraft der Erklärungsansätze kann gegebenenfalls mit Bezug auf die Fallbeispiele auf AB 4 diskutiert werden. Ebenso finden sich in der Filmsequenz mit dem ehemaligen Neonazi und Aussteiger Kevin Belege für einige der angeführten Erklärungsansätze.

  • Arbeitsblatt 5 – "Warum werden Menschen rechtsextrem?"