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Unterricht: Stark mit Anabolika – 1. Stunde

Der Problemfilm. Einführung in das Thema

  • Der Jugendliche Ismail in Nahaufnahme. Ein ernsthaftes Problem: Ismail spritzt Anabolika; Rechte: WDR

Die Unterrichtsstunde beginnt mit der Verteilung des Arbeitsblattes "Wer sagt was?". Das Arbeitsblatt dient den Schülern als Beobachtungsbogen während der Filmbetrachtung. Es hilft ihnen, die Argumente, die im Film zur Sprache kommen, zu ordnen und herauszufinden, welcher Filmprotagonist welche Meinung vertritt.

Jetzt schauen die Schüler den Problemfilm, der in das Thema einführt und zeigt, dass der Konsum von Anabolika weit verbreitet ist. Zu Wort kommen Jugendliche, die den Konsum befürworten (Ismail) und andere, die ihn als schädlich ablehnen (Engin). Der Film endet in einem Dilemma: Engin will, dass Ismail die Finger von den Anabolika lässt, doch er hat Angst, dass daran die Freundschaft der beiden zu Bruch geht. Nun muss er eine Entscheidung treffen: Soll Engin seinen Freund Ismail weiterhin nerven und damit die Freundschaft aufs Spiel setzen? Oder soll er den Anabolikamissbrauch seines Freundes ignorieren, um die Freundschaft nicht zu gefährden?

Die Abstimmung: für oder gegen Anabolika?

Nachdem die Schüler den Problemfilm gesehen haben, können sie abstimmen: Wer dafür ist, dass Engin weiterhin auf Ismail einwirken soll und damit die Freundschaft riskiert, steht auf. Wer dagegen ist, bleibt sitzen. Das Ergebnis der Abstimmung wird an der Tafel festgehalten.

Ein erster Stimmungstest ist damit gemacht. Die Schüler haben nun die Möglichkeit, offen über die Inhalte des Films zu diskutieren und ihre Argumente auszutauschen. Um eine dynamische Diskussion zu fördern, kann der Lehrer die Schüler bitten, ihre Sitzpositionen zu verändern: Die "Pro-Anabolika-Gruppe" nimmt dann beispielsweise auf der linken Seite des Klassenzimmers platz, die "Contra-Anabolika-Gruppe" auf der rechten.

Wer seine Meinung im Laufe der Diskussion ändert, wechselt auch den Sitzplatz – und macht damit deutlich, dass ihn die Argumente der anderen Gruppe überzeugt haben.

Die Unterrichtsdiskussion mit Infofilmen

  • Auf dem Bild sieht man Engin, Hamza, Ismail und Noah Sow im Gespräch. Die große Aussprache. Mit welchem Ergebnis?; Rechte: WDR

Der Lehrer moderiert die Diskussion. Auf der Moderatoren-Karteikarte sind wichtige Leitfragen zum Thema aufgeführt. Mit ihrer Hilfe kann der Lehrer bestimmte Schülergruppen direkt ansprechen, ihnen eine klare Meinung abverlangen und unterschiedliche Auffassungen herausarbeiten.

Außerdem kann der Lehrer in dieser Phase der Unterrichtsstunde die Möglichkeit, zwei kurze Informationsfilme (online unter den Infomodulen abrufbar) zum Thema Anabolika und Schönheitswahn einsetzen. Dies kann sinnvoll sein, um der Diskussion neue Impulse zu geben, bereits gefallene Argumente zu vertiefen oder fehlendes Hintergrundwissen zu vermitteln.

Falls die Schüler Ismails Auffassung teilen, dass Anabolikakonsum der richtige Weg zum perfekten Körper ist, bietet sich der Einsatz des Infomoduls "Schönheitswahn" an. Gibt es Unsicherheiten, was Anabolika überhaupt im Körper bewirkt, hilft das Infomodul "Nebenwirkungen von Anabolika".

Der Ergebnisfilm

Im letzten Abschnitt der Unterrichtsstunde wird den Schülern der Ergebnisfilm präsentiert, in dem Engin eine Entscheidung trifft: Engin lässt seinen Freund nicht allein, sondern setzt alles daran, ihn von seinem Fehlverhalten zu überzeugen.

Jetzt haben die Schüler Zeit, das Aufgabenblatt "Wer sagt was?" zu vervollständigen. Auf diese Weise reflektieren sie die im Film gefallenen Aussagen. Sie erhalten eine Übersicht darüber, welche Argumente im Film eine Rolle spielen, wer auf Engins Seite steht und wer Ismail unterstützt.

Dann kommt es zur Schlussabstimmung: Noch einmal sollen die Schüler zum Ausdruck bringen, welche Entscheidung sie an Engins Stelle getroffen hätten.