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Unterricht: Schwul und stolz darauf – 2. Stunde

In der zweiten Unterrichtsstunde sollen die Schülerinnen und Schüler sich mit Homosexualität, Stereotypen, Klischees und Vorurteilen auseinandersetzen. Sie bringen ihre eigene Einstellung zu Homosexualität zum Ausdruck und sollen in der Lage sein, diese Einstellungen kritisch zu hinterfragen. Ziel dieser Unterrichtseinheit ist, dass die Schüler eigene Klischees und Vorurteile wahrnehmen und Vorurteile abbauen.

Wie urteile ich selbst über Lesben, Schwule und ihr Coming-out?

  • Zwei Männer halten sich an den Händen; Rechte: WDR Händchen haltende Jungs auf dem Schulhof – okay oder nicht?; Rechte: WDR

Die Unterrichtsstunde besteht aus zwei Arbeitsphasen: Die erste Phase beginnt mit der Bearbeitung des Arbeitsblatts 3 "Spontan-Urteile". Zunächst werden die vorliegenden Aussagen in Einzelarbeit vervollständigt. Die Schülerinnen und Schüler sollen anschließend die Aussagen markieren, die ihre persönliche Meinung widerspiegeln. Die unterschiedlichen Statements werden im Plenum unter Anleitung des Lehrers/der Lehrerin diskutiert. Ziel ist es, ein grundsätzliches Meinungsbild zum Thema Homosexualität in der Klasse abzufragen. Für den Lehrer ist diese Meinungsabfrage wichtig, um einschätzen zu können, welchen Kenntnisstand die Klasse hat, wo Vorbehalte gegenüber Lesben und Schwulen bestehen und wie offen die Schülerinnen und Schüler bereits über das Thema sprechen.

Infofilm "Homosexualität. Etwas ganz Normales": Eine von vielen Vorlieben

  • Auf einem Magazin-Cover steht der Schriftzug "Homosexualität – erworben oder angeboren?"; Rechte: WDR Entgegen vieler Vorurteile ist Homosexualität weder eine Krankheit noch wird sie vererbt; Rechte: WDR

Im Anschluss wird das Infomodul 1 "Homosexualität. Etwas ganz Normales" gezeigt. Der kurze Clip beleuchtet mögliche Erklärungsansätze für Homosexualität. Ziel ist es, den Kenntnisstand der Schüler zu erweitern und Homosexualität als eine von verschiedenen sexuellen Neigungen und damit als etwas ganz Normales einzuführen und anzuerkennen. Niemand darf deshalb diskriminiert werden.

In der zweiten Phase wird das Arbeitsblatt 4 "Das sagt man doch so!" eingesetzt. Das Arbeitsblatt sensibilisiert die Schülerinnen und Schüler in Hinblick auf die Verwendung homophober Ausdrücke im Schulalltag. Sie sollen zunächst überlegen, was mit den genannten Begriffen gemeint ist und in welcher Situation sie diese Ausdrücke benutzen. Anschließend finden die Schülerinnen und Schüler neutrale Begriffe, die dieselbe Bedeutung haben. Danach kann die Klasse diskutieren: Welche Konsequenzen haben die homophoben Ausdrücke für das Leben derer, die damit ständig konfrontiert werden?

  • Arbeitsblatt 4 – "Das sagt man doch so!"