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Schule oder Ausbildung: Vorschlag für die zweite Unterrichtsstunde

Infomodul: Schule. Recht und Pflicht

  • Blick von hinten auf eine Lehrerin beim Unterricht. Die Klasse sitzt in einem Halbkreis vor ihr. Das Wichtigste: ins Gespräch kommen; Rechte: WDR/Christopher C. Franken

Die Stunde beginnt mit der Vorführung des Infomoduls "Schule. Recht und Pflicht zugleich". Im Anschluss folgt ein kurzes Unterrichtsgespräch, in dem die Folgen des Schulabbruchs für Hauptschüler thematisiert werden. Da der Hauptschulabschluss die Einstiegsvoraussetzung für eine berufliche Ausbildung darstellt, ist es für Schüler ohne Schulabschluss besonders schwer, den Übergang von der Schule in eine Ausbildung zu meistern.

Textarbeit mit Arbeitsblättern

Der Lehrer kann dann wahlweise das Arbeitsblatt "Zeitungsinterview zum Schulabbruch" oder das Arbeitsblatt "Fallbeispiel Wassily" einsetzen. Im Interview informiert eine Berufsberaterin über die Risiken des Schulabbruchs. Der Fall Wassily schildert die Sorgen und Ängste eines 17-jährigen Jungen, der mit dem Gedanken spielt, die Schule vorzeitig zu verlassen. Anhand des Interviews und der konkreten Situation Wassilys erschließen sich die Schüler die Folgen und Risiken des Schulabbruchs.

  • Eine Schülerin sitzt vor einem Computer. Auf dem Bildschirm sieht man das Logo der Agentur für Arbeit. Hauptschüler haben es besonders schwer; Rechte: WDR/vario-press

Zukunftsperspektiven entwerfen

Danach richten die Schüler den Blick in die Zukunft. Sie notieren in kurzen Stichpunkten auf dem Arbeitsblatt "Folgen für Wassily", welche Schritte Wassily in den nächsten Wochen gehen müsste, wenn er
a) weiterhin die Schule besuchen und einen guten Schulabschluss erlangen möchte.
b) die Schule jetzt abbrechen würde.
Die Notizen der Schüler sind als Vorbereitung auf eine Diskussionsrunde gedacht, in der die Folgen und Risiken des Schulabbruchs für Wassily erörtert werden sollen. Ergänzend zu dem Arbeitsblatt "Folgen für Wassily" kann auch das AB "Gruppenarbeit" bearbeitet werden. Hier sollen die Schüler sich in geschlechtshomogenen Gruppen überlegen, welche Folgen ein Schulabbruch für sie selbst haben würde.

Abschlussdiskussion

Zum Abschluss sollen die Risiken des Schulabbruchs auf die eigene Situation übertragen werden. Folgende Frage kann nun die Diskussion auf das eigene Erleben der Schüler lenken: Was würde es für dich bedeuten, wenn du jetzt die Schule abbrechen würdest? Die Antworten der Schüler werden notiert. Im Anschluss an die Diskussion fasst der Lehrer die Antworten zusammen. Dabei sollte noch einmal betont werden, dass der Weg in den Beruf ohne Schulabschluss schwierig werden kann und dass der Schlüssel für die berufliche Integration maßgeblich in einer guten Bildung liegt.