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Raus aus der Gewaltspirale – 4. Stunde

In der vierten Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler sich mit staatlichen Handlungsmöglichkeiten im Hinblick auf Jugendgewalt auseinandersetzen. Ausgangspunkt ist die Forderung nach härteren Strafen für Gewalttäter. Die Klasse diskutiert außerdem verschiedene Präventionsmöglichkeiten. Der Lehrer oder die Lehrerin kann in dieser Stunde ferner den Zusammenhang zwischen Männlichkeitsbildern und Gewalt aufgreifen.

Infofilm: "Jugendgefängnis"

  • Ein inhaftierter Mann sitzt vor einem Fenster und erzählt. Sein Gesicht ist unkenntlich gemacht; Rechte: WDR Der Strafgefangene namens "Murdock" erfährt am eigenen Leib, was es bedeutet, eingesperrt zu sein; Rechte: WDR

Zu Beginn der Unterrichtsstunde zeigt der Lehrer Infomodul 4 "Jugendgefängnis". Der Strafgefangene "Murdock" erzählt von seinem eintönigen Alltag hinter Gittern und seinen Gefühlen, eingesperrt zu sein. In dem Clip kommt auch zur Sprache, wie sehr sich das private und soziale Umfeld verändert, wenn man nach der Haftstrafe entlassen wird. Nach der Filmbetrachtung diskutieren die Schülerinnen und Schüler, ob Gefängnisstrafen abschreckend wirken.

Muss es immer eine Haftstrafe sein?

  • Verschiedene deutsche Gesetzesbücher stehen auf einem Tisch in einem Gerichtssaal; Rechte: WDR Wer eine Straftat begeht, den trifft die Wucht des Gesetzes. Aber ist eine Haftstrafe immer sinnvoll?; Rechte: WDR

Das Arbeitsblatt "Strafen wir falsch?" wird ausgeteilt. Der Interviewtext setzt sich kritisch mit Gefängnisstrafen als strafrechtliches Mittel auseinander. Die Schüler bearbeiten nach der Lektüre in Partnerarbeit die vorgegebenen Fragen. Der Lehrer oder die Lehrerin diskutiert anschließend mit der Klasse alternative Handlungsmöglichkeiten zur Gewaltprävention. Die Ergebnisse werden an der Tafel gesammelt.

Ein ganzer Mann dank seiner Fäuste?

Die Schülerinnen und Schüler bekommen nun Gelegenheit, das Arbeitsblatt 2 "Mann sein – ein Prioritätenspiel" zu bearbeiten. Es macht deutlich, dass es notwendig ist, gewaltakzeptierende Männlichkeitsbilder zu verändern, damit Gewalt reduziert werden kann. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten das Arbeitsblatt zuerst in Einzelarbeit, dann in Kleingruppen, die nach Geschlechtern getrennt sind. Welche Eigenschaften gelten für alle als "typisch männlich" und warum? Sehen die Schülerinnen und Schüler einen Zusammenhang zwischen ihren Vorstellungen von Männlichkeit und ihrem eigenen Gewaltverhalten? Um die Diskussion um "typisch männliche" Rollenbilder zu beleben, kann die Lehrerin oder der Lehrer auf die Ergebnisse der "Vorwerk Familienstudie 2010" verweisen (auf der zweiten Seite des Arbeitsblattes). Innerhalb dieser Studie wurde abgefragt, was einen "modernen Mann" ausmacht.

  • Arbeitsblatt 10 – "Mann sein – ein Prioritätenspiel"

Zusammenfassung der Unterrichtseinheiten

Um die Lernergebnisse der vier Unterrichtsstunden zusammenzufassen, kann der Lehrer oder die Lehrerin das Arbeitsblatt 3 "Kreislauf der Gewalt" einsetzen. Entweder wird es als Tafelbild verwendet, auf Folie an die Wand projiziert oder als Infoblatt an die Schülerinnen und Schüler ausgeteilt. Ziel des abschließenden Unterrichtsgespräches ist es, Möglichkeiten und Ansatzpunkte zur Reduzierung von Gewalt herauszuarbeiten.

  • Arbeitsblatt 11 – "Kreislauf der Gewalt"