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Raus aus der Gewaltspirale – 2. Stunde

In der zweiten Stunde sollen die Schülerinnen und Schüler sich mit Ursachen und Funktionen von (Jugend-) Gewalt auseinandersetzen. Sie lernen, dass Gewalt nicht wahl- und ziellos angewendet wird, sondern einer eigenen Logik folgt, die mit der Psyche des Gewalttätigen zu tun hat.

Umfrage: Wie stehe ich persönlich zu Gewalt?

  • Ein Jugendlicher sitzt vor einem PC-Monitor; Rechte: WDR Ob brutale Computer-Spiele die Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen erhöhen, ist nicht erwiesen; Rechte: WDR

Zu Beginn des Unterrichts führt der Lehrer in das Thema "Ursachen und Funktionen von Jugendgewalt" ein. Anschließend wird das Arbeitsblatt 1 "Gewalt akzeptieren?" ausgeteilt. Es besteht aus einer Umfrage zur eigenen Gewaltbereitschaft. Die Schülerinnen und Schüler füllen das Arbeitsblatt in Einzelarbeit aus. Sie können ihre Zustimmung zu den Fragen von 1 ("Stimme gar nicht zu") bis 4 ("Stimme voll zu") abstufen. Die Lehrerin fragt danach die Zustimmung zu den einzelnen Aussagen per Handzeichen ab. Die Zustimmungswerte werden an der Tafel festgehalten und anschließend in Prozent berechnet. Je nach Klasse kann es sinnvoll sein, die Umfrage anonym auszuwerten: Der Lehrer sammelt alle Arbeitsblätter ein und lässt sie von zwei Schülern auszählen. Die Ergebnisse werden im Unterrichtsgespräch in Hinblick auf folgende Fragestellungen ausgewertet:

  • Welche Aussagen haben besonders hohe Zustimmungsanteile?
  • Wie lässt sich erklären, dass besonders viele Schüler diesen Aussagen zustimmen?

Nun kommt Arbeitsblatt "Gewalt analysieren" zum Einsatz. Die Schüler können hier assoziativ aufschreiben, welche Faktoren ihrer Meinung nach dazu führen, dass Jugendliche wie Dennis gewalttätig werden. Das Arbeitsblatt wird in Kleingruppen von drei bis vier Schülerinnen und Schülern bearbeitet und danach der Klasse vorgestellt. Alternativ zum Arbeitsblatt schreiben die Schüler ihre Gedanken auf Karteikarten und heften sie zu einer gemeinsamen großen Mindmap an die Tafel. Dabei werden inhaltlich zusammenhängende Gedanken nebeneinander gehängt. Die Schülerinnen vergleichen ihre Ergebnisse in der Klasse.

Infofilm: "Was macht aggressiv?"

  • Eine Sammlung von verschiedenen Spirituosen-Flaschen; Rechte: WDR Jugendlichen wird oft die enthemmende Wirkung von Alkohol zum Verhängnis; Rechte: WDR

Die Lehrerin oder der Lehrer zeigt das Infomodul "Was macht aggressiv?". Der Clip benennt in sachlicher Art mögliche Ursachen für Jugendgewalt. Es folgt ein Unterrichtsgespräch: Welche Risiken und Zusammenhänge benennt der Film? Welche wurden schon thematisiert, welche kommen neu hinzu?

Jetzt kann das Arbeitsblatt "Gehört Gewalt dazu?" bearbeitet werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen hier Position zu verschiedenen Aussagen über Gewalt beziehen. Mithilfe des Arbeitsblattes wird eine neue Sichtweise verdeutlicht. Dabei werden keine kausalen Ursache-Wirkungszusammenhänge betrachtet (die es bei Gewalttaten sowieso nicht gibt), sondern verschiedene Funktionen, die Gewalt für manche Jugendliche haben kann. Die Schülerinnen und Schüler füllen das Arbeitsblatt in Partnerarbeit aus, die Ergebnisse werden im Plenum besprochen.

  • Arbeitsblatt 5 – "Gewalt gehört dazu?"