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Überlegen Sie, wie viel Film „am Stück“ für Ihre Schüler gut ist. Als Faustregel könnte man fest halten: Jüngere Schüler – kürzere Sequenzen. Beantworten Sie sich vor dem Einsatz diese Fragen: Können meine Schüler Fragen notieren bzw. für die Dauer von 15 Minuten im Kopf behalten oder sollten ihre Fragen besser gleich beantwortet werden? Will ich den Film spontan nach den Reaktionen der Schüler unterbrechen oder lege ich die Unterbrechungen vorher selbst fest? Welche Informationen, die der Film gibt, sind mir besonders wichtig und sollen deshalb durch den Zeitpunkt der Unterbrechung hervorgehoben werden? Sollen sich die Schüler während oder nach dem Film Notizen machen oder beschränke ich mich auf die Arbeitsblätter? Grundsätzlich empfiehlt es sich, alle vier Folgen zu zeigen, um jeweils einen Gesamtzusammenhang herzustellen. Dennoch hängt es von Ihren Schwerpunkten und Zielsetzungen ab, wie Sie das Medium einsetzen wollen.
Alle Folgen in kurzen zeitlichen Abständen zeigen
Alle Folgen nacheinander zu zeigen, bietet sich an, wenn Sie das Thema „Bauernhof“ oder „Jahresverlauf“ behandeln und dabei weitere Themen integrieren wollen. Für eine Jahreszeit sollte dann etwa eine Woche Zeit zur Verfügung stehen, damit die verschiedenen Aspekte behandelt werden können: Es lassen sich sehr gut Themen aus verschiedenen Arbeitsbereichen des Sachunterrichts einbauen, so dass die Unterrichtszeit (also etwa 12 Stunden) gut investiert ist.
Um die Zeit noch besser zu nutzen, überlegen Sie, welche bereits durchgenommenen Inhalte Sie dabei wiederholen können und welche Methoden Sie nebenbei erarbeiten wollen (gezielte Informationsentnahme, Notizen machen, mind-mapping, Interview, Möglichkeiten der Visualisierung). Der Film kann jeweils als Einstieg in die „Jahreszeit der Woche“ benutzt werden, die Informationsentnahme erfolgt dann mithilfe der Arbeitsblätter. Dieser Idee folgt die unten beschriebene Unterrichtseinheit.
Die Folgen jahreszeitlich passend zeigen
Wer stark jahreszeitorientiert arbeitet, kann die Folgen auch einzeln im Jahresverlauf zeigen. Filme bleiben vielen Schülern relativ gut im Gedächtnis, vor allem dann, wenn intensiv mit dem Medium gearbeitet wurde und die Ergebnisse noch längere Zeit visualisiert im Klassenzimmer präsent sind. Wenn Sie die Möglichkeit haben, kontinuierlich im Schulgarten zu arbeiten, stellen Sie doch Kartoffeln, Getreide und Gemüse auf Ihren Pflanzplan, so dass Ihre Schüler Experten im Nahrungsmittelanbau werden. Die Kinder können dann auch ihre eigenen Anbau- und Erntemethoden („wie früher“) mit denen der modernen Landwirtschaft vergleichen. Außerdem können die Erzeugnisse in Ihre Planung zum Thema „Ernährung“ einfließen – welcher Gemüsehasser verschmäht schon selbst gezogene Karotten? Hier ist es sinnvoll, vor dem Zeigen einer neuen Folge die zuletzt angeschaute noch einmal anzusehen und die Inhalte noch einmal zu vergegenwärtigen, z.B. spielerisch mit einem „1, 2 oder 3“-Quiz: Die multiple-choice-Fragen helfen dem Gedächtnis wieder auf den Sprung.
Dem Film Sequenzen zu einem Thema entnehmen
Dies bietet sich z.B. dann an, wenn Sie das Thema „Wetter“ behandeln und professionelle Messinstrumente im Einsatz zeigen wollen. Sie brauchen den Gesamtzusammenhang des Films nicht zu erklären, wenn Sie nicht wollen, da die Wetter-Sequenzen für sich alleine verständlich sind. Die kurzen Ausschnitte zeigen die Funktionsweise und das Aussehen der Instrumente und der Wetterstation. Sie können auch Sequenzen zum Thema „Kartoffel“ und „Getreide“ herausgreifen, hier lohnt sich allerdings die Überlegung, ob Sie den Themenkomplex nicht vergrößern wollen und z.B. die gesamte Erzeugung von Nahrungspflanzen zum Thema machen.
Wieder mal nichts behalten?
Ihre Schüler tun sich schwer, den Inhalt des Filmes hinterher wiederzugeben bzw. die Aufgaben der Arbeitsblätter zu lösen? Versuchen Sie es doch mit einem „Stumm-Film“: Lassen Sie die betreffenden Sequenzen noch einmal ohne Ton laufen und von den Kindern direkt kommentieren. Der Schüler muss auf diese Weise nicht beide Leistungen gleichzeitig erbringen: die Inhalte memorieren und die gesehenen Abläufe mit eigenen Worten formulieren. Wenn dann auch noch die Inhalte möglichst bald visualisiert und im Klassenraum ausgehängt werden, ist vielen Kindern schon geholfen.
Den Film in eine Präsentation einbauen
Das ist etwas für ältere Kinder, die methodisch schon recht geübt sind. Wurde in der 4. Klasse eine Exkursion zu einem Bauernhof gemacht, ist es ein runder Abschluss, wenn die Kinder einen kleinen Vortrag zusammenstellen, zu dem sie andere Klassen einladen. Dieser Vortrag kann durch Ausschnitte aus dem Film ergänzt werden, um zu zeigen: So haben wir das auf „unserem“ Bauernhof miterlebt, oder auch: Auch das gibt es auf vielen Bauernhöfen, obwohl wir es nicht gesehen haben (z.B. Streuobstwiesen).
Die Arbeitsblätter
Auf den Arbeitsblättern sind die Aufgaben nach den vier Bereichen aus dem Film geordnet. Jeder Bereich hat sein eigenes Symbol, also „Tiere“, „Pflanzen“, „Wetter“ und „Technik“ sowie die Wörterliste. Handlungsanregungen, die zusätzliches Material verlangen, sind mit einem eigenen Symbol gekennzeichnet (wenn Sie also kein zusätzliches Material bereit stellen wollen oder können, lassen Sie die Aufgaben mit dem Handlungssymbol einfach weg oder geben sie als Hausaufgabe auf).
Die Handlungsanregungen dienen auch als zeitlicher Puffer: Die Schüler, die schon fertig sind, können schon mit dem Basteln oder Experimentieren beginnen und später die anderen mit ihren Erfahrungen unterstützen. Sinnvoll ist es, wenn die Schüler die Ergebnisse ihrer schriftlichen Arbeit gleich selbst kontrollieren können.
| Winter | Frühling | Sommer | Herbst | |
| im Film erklärt | Kuhmist Gülle Silage Streuobstwiese |
Weiden Radlader Hänger Saatgut Saatmaschine Aussaat Weißklee Weizen |
Sonnenschein-
Messgerät Grünschnitt Schwader Striegel Mähdrescher Melkmaschine Silage-Haufen Mais |
Hochdruck Tiefdruck Barometer Euter Kälberhütte Kartoffelroder Maishäcksler |
| vor dem Film klären | artgerecht Dünger Daten Diagnose Mineralien Parasiten |
Wachstumsphase Mutterknolle Kunstdünger |
Trecker |
© Text: Ingeborg Schuster
