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Kurz vorgestellt - alle Sendungen im Überblick

Fernsehgerät der 60er Jahre

Anhaltende Vollbeschäftigung und steigende Löhne und Kaufkraft sorgen in den 60er Jahren erstmals in der deutschen Geschichte dafür, dass immer mehr Menschen an der allmählich entstehenden Konsum- und Freizeitgesellschaft teilhaben können. Zu Beginn des Jahrzehnts sind die Wünsche und Vorstellungen von dem, was man sich leisten kann und darf, bei vielen noch sehr bescheiden. Die arbeitsfreie Zeit wird vielfach für Überstunden oder Nebentätigkeiten genutzt, um ein paar zusätzliche Mark zu verdienen. An oberster Stelle steht bei jungen Familien der Wunsch nach den eigenen vier Wänden, ob als Wohnung oder gar als Eigenheim, denn noch immer ist die Wohnungsnot der Nachkriegszeit nicht behoben. Im Laufe des Jahrzehnts werden dann auch andere Träume wahr. Der Film erzählt aus der Sicht der 'kleinen Leute', wie sie sich ihre Konsumwünsche nach und nach erfüllen und wie sie beginnen, das "Sich-etwas-leisten- können" zu genießen. Er beschreibt den Traum vom schönen Wohnen mit Kühlschrank, Waschmaschine und Fernsehgerät; den Traum vom eigenen Auto und schließlich den Traum vom Urlaub. [mehr]

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Diskutierender Student

Marx, Lenin, Che Guevara und Ho Chi Minh waren ihre Helden. Sie wollten die Welt verändern. Sie wollten eine Gesellschaft ohne Zwang und Autoritäten. Sie wollten Gleichheit, Gerechtigkeit und Frieden. Die "Apo-Opas" von einst sind längst in der Realität und in der Gesellschaft angekommen. Sie sind heute in vielen gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen tonangebend. Mit ihren Zielen von damals - der Schaffung einer neuen politischen Ordnung, der Verwirklichung sozialistischer Utopien - sind sie gescheitert. Aber sie gaben den Anstoß zu einer grundlegenden Erneuerung der (Alltags-) Kultur. War die Bundesrepublik Anfang des Jahrzehnts noch geprägt durch den autoritären Politikstil Konrad Adenauers, so steht am Ende Willy Brandts Aufruf und Versprechen: "Wir wollen mehr Demokratie wagen!" Wurde zunächst die Nazi-Vergangenheit vieler bundesdeutscher Politiker noch totgeschwiegen, so beginnt allmählich die Beschäftigung mit der jüngsten deutschen Geschichte. Die APO hat das West-Deutschland der Nachkriegszeit verändert wie keine andere Bewegung. An die 'wilden 60er Jahre' erinnern sich in 'Macht kaputt, was Euch kaputt macht' ehemalige APO-Aktivisten, aber auch ihre Kritiker von damals. [mehr]

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Nackte Frau von hinten

Die 60er Jahre gelten als das Jahrzehnt der sexuellen Revolution. 1961 kommt die Pille auf den Markt und mit ihr die allmähliche Liberalisierung der sexuellen Moral. Doch zu Beginn des Jahrzehnts klemmt es noch gewaltig: Zeitzeugen erinnern sich an verdruckste Begegnungen in der Tanzschule, an erste Küsse in schummrigen Kellerbars und wildes Gefummel im Kino. "Mehr" geschieht selten. Zu groß ist die Anst vor einer Schwangerschaft: Die Pille ist für Unverheiratete schwer zu bekommen oder schlicht zu teuer. Abtreibung ist verboten, und ein Kind ohne Ehe gilt als Schande. Der Kuppeleiparagraph verbietet vorehelichen Sex, und noch gilt Sexualität als "schmutziges Geheimnis". In der Mitte des Jahrzehnts lockert sich allmählich die sexuelle Moral. Zaghafte Sexualaufklärung hält Einzug in die Schulen, und im Kino zeigen "Aufklärungspapst" Oswalt Kolle und der vom Staat finanzierte Aufklärungsstreifen "Helga" der Nation, wie es geht. Und vieles ändert sich: Aus ehemals braven Frauen werden aufmüpfige "Emanzen", die Wohngemeinschaft wird zur angesagten Lebensform bei jungen Menschen. Freizügige Veröffentlichungen in Illustrierten und Sex-"Reports" und -Filme leiten zum Ende des Jahrzehnts eine "Sexwelle" ein. Einige Frauen und Männer, die im Laufe der 60er Jahre "ihre" sexuelle Befreiung erlebten - darunter auch der Sexualforscher Günther Amendt und Versandhauschefin Beate Uhse - erinnern sich an die Hoffnungen und Erfahrungen von damals. [mehr]

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Musicbox

"The Swinging Sixties" das sind The Beatles, The Stones, The Doors etc., alles ehemalige "bad boys". Die Beatmusik der 60er Jahre ist neu, unerhört, und hat eine Kraft, die selbst den Rock'n'Roll der 50er Jahre in den Schatten stellt. Aber der Beat ist mehr als Musik. Seine Themen sind das Aufbegehren gegen die Eltern und alle Autoritäten und die Erfahrung neuer Horizonte. Am Beat entzündet sich der Konflikt zwischen den Generationen. Anders als die politische APO zielt die jugendliche Revolte auf die Herausbildung einer eigenen Gegenkultur, die sich in Kleidung, Haartracht und vor allem durch Musik ausdrückt. Gammler und Hippies schließlich setzen einen neuen gesellschaftlichen Akzent, sie propagieren den Ausstieg aus der Leistungs- und Konsumgesellschaft. Doch schon am Ende des Jahrzehnts hat sich die Unterhaltungsindustrie diese Utopien und Vorstellungen einverleibt. Im Film kommen Musiker zu Wort, die selbst auf der Bühne des legendären Starclubs in Hamburg standen, eine ehemalige Gogotänzerin berichtet davon, wie sie und ihre Freundinnen in Minirock und Bluejeans Dorfbewohner schockierten, und ein Gammler von damals - heute ein etablierter Fotograf - erinnert sich an seine Zeit des Nichtstuns. Allen ist bis heute anzumerken, wie sehr Beat und Rock das Lebensgefühl der Jugend in Töne packten. [mehr]

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Klingelschilder von Gastarbeitern

Die Binnenwanderung innerhalb Europas beginnt Mitte der 50er Jahre, als Arbeitskräfte aus anderen europäischen Ländern für die Bauwirtschaft, die Industrie und niedere Dienstleistungen nach Deutschland geworben werden. Den Italienern folgen in den 60ern Griechen, Portugiesen und Spanier, zuletzt die Türken. Bald nach den Arbeitnehmern kommen auch deren Familien in die Bundesrepublik. Am Arbeitsplatz müssen sich die Deutschen mit ihren ausländischen Kollegen verständigen, auch wenn "Du nix deutsch?" zum Standardsatz vieler wird. Man hat mannigfaltige Probleme miteinander. Für die Ausländer ist es schwierig, sich in Deutschland zurechtzufinden, das Heimweh zu verdrängen. Die Deutschen wiederum müssen ihrerseits lernen, sich allmählich auf eine multikulturelle Gesellschaft einzustellen. 'Gastarbeiter' der ersten und zweiten Generation berichten, wie sie nach und nach von Saisonarbeitskräften zu Einwanderern wurden. [mehr]

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1. Mann auf dem Mond

Viele sind in den 60er Jahren der Überzeugung, man könne durch staatliche Planung Wirtschaftskrisen für immer vermeiden, Wohlstand und Vollbeschäftigung für alle sichern. In diesem Jahrzehnt fördert der Staat in zunehmendem Maß Wissenschaft und Technik. Man glaubt an den technologischen Fortschritt: Die Kernenergie gilt als "saubere" Energie der Zukunft. Man träumt von autogerechten Städten, Siedlungen unter Wasser und im All. Alles scheint machbar zu sein, technisch, ökonomisch und politisch. Vom ewigen Frieden zwischen Ost und West träumt die Ostermarsch-Bewegung, die statt der militärischen die friedliche Nutzung der Atomkraft fordert. Und Ende der 60er Jahre entwickeln die Studenten die Vision von einer gerechten Welt. Auch sie glauben an die Machbarkeit ihrer Träume. Die Technikeuphorie des Jahrzehnts stellen sie nicht in Frage. An die Zeiten, als der "Fortschritt" noch eine eindeutige Richtung - hin zum Besseren - hat, erinnern sich u.a. der Wissenschaftler Klaus Traube, der Gewerkschafter Franz Steinkühler, aber auch der Journalist Günther Siefarth, der den Fernsehzuschauern die Mondlandung präsentierte. [mehr]

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