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Sendungsinhalt: Die Not der Weber

  • Ein Junge sitzt an einem Tisch und liest ein Buch. Hermann Enters muss arbeiten (Filmszene); Rechte: WDR
  • Ein Mann sitzt mit einem Glas Wein an einem Tisch. Erfolgreich: Friedrich Engels senior (Filmszene); Rechte: WDR

Die Erfindung der Dampfmaschine und die Entwicklung von Industriemaschinen verändert das Leben der Menschen im 19. Jahrhundert stark. Viele Handwerker, besonders die Weber, sind in ihrer Existenz bedroht. So auch Familie Enters: Der minderjährige Sohn Hermann bereitet das Garn für den Webstuhl vor, an dem sein Vater bis tief in die Nacht arbeitet. Trotzdem können sie gegen die Maschinen nicht ankommen, die schneller und günstiger bessere Stoffe produzieren. Hermann wird von der Schule genommen und in die Lehre verkauft.

Kinderarbeit ist auch in den Fabriken gang und gäbe: Kinder sind begehrt, weil sie klein und flink sind und die Unternehmer weniger Geld kosten. Einer dieser Unternehmer ist Friedrich Engels, der eine Fabrik nach englischem Vorbild in der Wuppertaler Region errichten lässt. Geprägt von der protestantischen Erwerbsethik sind sozialer Stand und Reichtum für ihn von Gott gegeben. In der Fabrikarbeit sieht er eine sinnvolle Lebensaufgabe für die arme Bevölkerung – auch für die Kinder. Sein Sohn Friedrich Engels junior zieht andere Schlüsse aus der elenden Situation der Arbeiter: Er schlägt sein Erbe aus und publiziert mit seinem Freund Karl Marx Schriften gegen die Ausbeutung der Arbeiter. Damit legen sie den ideologischen Grundstein der Arbeiterbewegung.