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Sendungsinhalt: Höllenangst und Seelenheil

Ausgehend von der Reise eines Pilgers – als Ausdruck seiner Bereitschaft zu Buße und Umkehr – beschreibt der Film das Weltbild der Menschen im Mittelalter. Zentrale Lebensauffassung ist der Glaube an Gott, denn das diesseitige irdische Leben gilt lediglich als Durchgangsstadium ins Jenseits. Gründe für die fehlende Zukunftssicherheit sind Naturkatastrophen, schlechte hygienische Zustände, Hunger und Krankheit, zum Beispiel Lepra und Pest, und daraus resultierend die Allgegenwärtigkeit des Todes. Ein weiterer Aspekt ist die Darstellung des Lebens im Kloster, das als Ort des Gottesdienstes und der Karitas gesehen wird. Exemplarisch wird die Armenspeisung vor den Klostermauern und die Bedeutung der klostereigenen Spitäler erklärt. Am Ende zeigt der Film am Beispiel des Ablasshandels die Fehlentwicklungen auf, die sich aus der Monopolstellung der Kirche als einziger Mittlerin zwischen Arm und Reich, zwischen Diesseits und Jenseits ergeben und zur Reformation führen.

Filmskript: Höllenangst und Seelenheil

Höllenangst und Seelenheil

Kapitelübersicht:

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Einleitung

00:00 – 01:25

Pilgerreisen sind im Mittelalter sehr beliebt. Sie sollen die Menschen an die Vergänglichkeit des irdischen Lebens erinnern. Viele Menschen versuchen wenigstens einmal im Leben zu pilgern. Der christliche Glauben prägt das Alltagsleben.

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Von Krankheiten und dem Tod: Der harte Alltag der Stadtbewohner

01:25 – 03:57

Der Alltag der Stadtbewohner im Mittelalter ist hart: Die hygienischen Zustände sind katastrophal. Schlechte Ernten und Naturkatastrophen bedrohen das Leben der Menschen. Krankheiten lassen sich nur schwer heilen, viele Menschen sterben jung. Gnade ist nur bei Gitt zu finden, glauben die Menschen des Mittelalters.

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Von bürgerlicher Frömmigkeit und kirchlicher Macht: Die Kirchen im Mittelalter

03:57 – 06:28

Die Kirchen im Mittelalter sind groß und prunkvoll - sie sollen von der Herrlichkeit Gottes zeugen. Die Kirche investiert große Summen in die Bauten. Auch die Bürger spenden und helfen beim Bau. Eine besonders prunkvolle Kirche ist das Straßburger Münster: Hier erzählen Steinfiguren an der Fassade die Geschichten der Bibel. So konnten auch die vielen Menschen, die des Lesens nicht möchtig waren, die christliche Lehre erfassen.

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Ein Platz im Himmel: Das Leben im Kloster

06:28 – 08:22

Die Mönche im Kloster verzichten auf weltlichen Besitz, um allein Gott zu dienen. Ihr Leben besteht aus Gottesdiensten und Arbeit. Unterhalten wird das Kloster durch die Arbeit der Mönche, zum Beispiel durch Ackerbau auf klostereigenen Feldern. Zu den wichtigsten Aufgaben der Klöster gehört die Hilfe für Arme und Kranke.

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Das Leben im Jenseits erkaufen?

08:22 – 11:38

Reichtum und Armut gelten im Mittelalter als gottgegeben. Die reichen Leute glauben, sich das ewige Leben im Jenseits durch Almosen an die Armen erkaufen zu können. Eine einzigartige Spende gibt Nicholas Rolin: Er gründet ein Hospital für Arme, das bis heute erhalten ist.

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Der Ablasshandel

11:38 – Ende

Nur die Kirche kann von zeitlichen Sünden befreien - sie besitzt eine Monopolstellung, die zu Verirrungen führt: Teure Ablasszettel garantieren den Gläubigen die Vergebung der Sünden. Nicht immer aber gehen die kirchlichen Vertreter mit den Geldern ordnungsgemäß um.