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Sendungsinhalt: Verfolgung und Vertreibung

Mit dem ersten Kreuzzug 1095 findet die friedliche Duldung der Juden im Rheintal ein Ende. Überall hetzen Demagogen gegen die "Christusmörder" und beschuldigen die Juden der ungeheuerlichsten Verbrechen. Es kommt zu ersten Pogromen und Vertreibungen. In mehreren Wellen der Verfolgung spitzt sich die Lage der Juden in Europa immer weiter zu – und auch im Rheintal folgen auf Stigmatisierung und Ausgrenzung, Vertreibung und Vernichtung. Trauriger Höhepunkt der mittelalterlichen Judenverfolgung ist das Massaker vom Februar 1349 in Straßburg. Danach ist für die Juden im Rheinland nichts wie es war.

Filmskript: Verfolgung und Vertreibung

Verfolgung und Vertreibung

Kapitelübersicht:

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Einleitung und Heranführung an das Thema

00:00 – 02:15

Im 10. Jahrhundert siedeln sich viele Juden im Rheintal an. Die Domstädte entlang des Rheins (Mainz, Worms, Speyer, Straßburg) bilden für die Juden wichtige Zentren. Unter bischöflichem Schutz leben und arbeiten sie mit den Christen. Doch das einst friedliche Zusammenleben zwischen Christen und Juden in Europa wird im Laufe des Mittelalters immer wieder gestört und findet nicht mehr in seine alte Form zurück.

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Erste Vertreibung & "Verräter"

02:15 – 07:21

Mitte des 13. Jahrhunderts werden in Paris zahlreiche jüdische Schriften und Bücher verbrannt und damit wichtige Kulturgüter des jüdischen Glaubens zerstört. Gegen Ende des Jahrhunderts werden die Juden aus England vertrieben; kurz drauf auch aus Frankreich. Im Rheintal beginnt die Judenfeindlichkeit erst später. Hier werden sie auf Gemälden und Skulpturen als "Verräter Christi" dargestellt. Diese Darstellungen (u.A. die "Judensau") dienen der reinen Provokation gegenüber den Juden. Auch werden sie zahlreicher Massaker beschuldigt, die den Hass auf die Juden weiter schürt.

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Juden und die Finanzen

07:21 – 10:55

Im 14. Jahrhundert leiden viele Städte im Rheintal unter einer wirtschaftl. Krise. Nun konnten die Juden von ihren Erfahrungen über Finanzangelegenheiten profitieren. Sie verliehen Geld und nahmen dafür hohe Zinsen. Dadurch kamen die Juden zu noch viel größerem Vermögen, was wiederum zu neuen Verfolgungen führt.

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Armlederverfolgung

10:55 – 12:41

Um 1337 finden Verfolgungen von Juden im Elsass, in Schwaben und in Franken statt. Die Verfolgungen werden als Armlederverfolgung (in Bezug auf das Pseudonym des späteren Anführers "König Armleder") bezeichnet. Angeblich handelt er Die zahlreichen Morde des König Armleder sind grausam und führen schon bald zu seiner Verhaftung.

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Die schwarze Pest

12:41 – 17:36

Mitte des 14. Jahrhunderts bricht die Schwarze Pest aus. Da es für die Christen keine Erklärung für die tödliche Seuche gab, machten sie die Juden dafür verantwortlich und behaupteten, die sie hätten das Trinkwasser vergiftet. Entgegen des bischöflichen Schutzes werden alle im Rheintal lebenden Juden auf grausame Weise ermordet und auch andere Städte im Reich werden ausgelöscht.

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Ausgrenzung & Ausnutzung

17:36 – 19:35

Zwanzig Jahre nach der Schwarzen Pest erholt sich die Situation und es bilden sich neue Judengemeinden. Doch die Angst in den Köpfen der Menschen ist immer noch zu groß: Die Verfolgungen beginnen erneut und die Juden werden nun gezwungen einen gelben Ring als Erkennungszeichen auf zu tragen.

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Humanismus & Martin Luther

19:35 – 21:41

Die Menschen kehren in Frieden zurück und beschäftigen sich mit Sprachen und geistlichem Wissen. Das Zusammenleben zwischen Christen und Juden scheint wiederhergestellt zu sein. 1523 veröffentlicht Martin Luther ein Buch, welches besagt, dass Jesus Christus selbst ein geborener Jude gewesen sei. Er fordert die Menschen auf, die Juden zu akzeptieren und erhofft sich dadurch, dass viele Juden dem Christenzum übertreten.

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Josel von Rosheim

21:41 – Ende

Josel von Rosheim gelingt es, sich als Vertreter der jüdischen Gemeinschaft hervorzutun. Als Anwalt kann er viele Streitigkeiten zwischen Juden und Christen schlichten und bewahrt viele Menschen vor dem Tod. Zudem gewinnt er die Unterstützung von Karl V.