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Sendungsinhalt: Leben im rheinischen Paradies

Im ersten nachchristlichen Jahrtausend verlagerte sich der Schwerpunkt der jüdischen Diaspora immer mehr vom Nahen und Mittleren Osten nach Europa. Von Italien kommend siedelten die ersten jüdischen Familien entlang des Rheins und gründeten neue Zentren jüdischen Lebens - als Chasside Aschkenaze, die „Frommen Deutschlands“. Die jüdische Bevölkerung leistete Entscheidendes für die kulturelle Entwicklung der Städte: vor allem in den Städten Speyer, Worms, Straßburg und Mainz entstanden bedeutsame jüdischen Gemeinden. Mit ihrer Siedelung im Rheintal nahmen die neuen Siedler auch Gebräuche der neuen Heimat in ihre Kultur auf - vor allem übernahmen sie Wörter und Struktur des Mittelhochdeutschen in ihre Alltagssprache, das „Jiddisch“ entstand.

Filmskript: Leben im rheinischen Paradies

Leben im rheinischen Paradies

Kapitelübersicht:

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Heimatsuche

00:00 – 04:30

Im 10. Jahrundert werden die Juden immer wieder in Europa vertrieben und finden schließlich im Rheintal ein neues Zuhause.

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Talmud-Schulen

04:30 – 07:10

Rabbiner der Familie Kalonymos gründen in Worms eine Jeschiva, eine Talmudschule, deren großer Einfluss bis in unsere heutige Zeit nachwirkt. Sie wird zur Wiege der Kultur der Aschkenasim.

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Profit aus dem Investiturstreit

07:10 – 08:49

Am Anfang des 11. Jahrhunderts sind die Wormser Bürger im Zuge des Investiturstreites ihrem König (und nicht ihrem Bischof) treu. Dafür genießen sie besondere Privilegien, zudem werden Christen und Juden gleichgestellt.

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"Schum"

08:49 – 12:43

Gegen Ende des 11. Jahrhunderts werden die Domstädte entlang des Rheins ausgebaut. Zur Finanzierung werden die Juden herangezogen und gnadenlos ausgenutzt. Doch dürfen die Juden nicht unter den anderen Bürgern wohnen. Sie leben eigenverantwortlich in seperaten Siedlungen, den sog. Judengassen.

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Kreuzzug

12:43 – 18:25

1095 ruft Papst Urban II. zum ersten Kreuzzug auf. Ziel ist es, Jerusalem von den "Ungläubigen" (den Muslimen) zu befreien. Noch bevor die Kreuzritter in Jerusalem einmarschieren, entwickelt sich in Mitteleuropa ein neues Feindbild gegen Juden: Tausende Juden werden aus diesem Grund grausam getötet.

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Christusbild

18:25 – 22:22

In der Zeit der Kreuzzüge erlangen viele Bischöfe und Kardinäle nun auch weltliche Macht.

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Judenbild im Wandel

22:22 – Ende

Ausgrenzung, Verhöhnung und Verfolgung der Juden nehmen in Europa zu, je stärker der weltliche Einfluss der Kirche im Mittelalter wird. Auch für die Juden im Rheintal brechen andere Zeiten an.