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Sendungsinhalt: Nationalsozialismus und Krieg

Auch im Südwesten gewinnen die Nationalsozialisten ab den 1920er Jahren an Zulauf. Nachdem sie 1933 an die Macht gelangen, versprechen sie Urlaub für jedermann und beeindrucken mit Prestige-Projekten wie dem Bau von Autobahnen. Als „Großtat“ feiert das NS-Regime die Wiedereingliederung des Saargebietes ins Deutsche Reich. Doch die Nationalsozialisten betreiben die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und Vernichtung von politischen Gegnern, Juden, Sinti und Roma. Nur wenige protestieren dagegen.

Filmskript: Nationalsozialismus und Krieg

Nationalsozialismus und Krieg

Kapitelübersicht:

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Die Nationalsozialisten auf dem Vormarsch

00:00 – 10:40

In den 1920er Jahren hat die NSDAP großen Zulauf. Sie gliedert das Deutsche Reich in Gaue, vier davon im Südwesten. In der Rheinpfalz wird Josef Bürckel Gauleiter: Mit seiner Kampagne für die „Deutsche Weinstraße“ will er Touristen in die Pfalz locken und die Winzer unterstützen. Aber die Errichtung des Deutschen Weintors ist auch eine aggressive Geste gegen den Nachbarn und „Erbfeind“ Frankreich. Überall im Land beginnen die Nationalsozialisten mit der Ausgrenzung und Vertreibung der Juden; so wird der jüdischen Kinderärztin Johanna Geissmar die Kassenzulassung entzogen. Nur wenige Menschen leisten Widerstand gegen das NS-Regime. Viele lassen sich von Hitlers Propaganda blenden.

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Kirche und Nationalsozialismus

10:40 – 17:22

Die katholische Kirche stellt sich zunächst gegen den Nationalsozialismus. Doch Hitler räumt ihr mit dem Konkordat, einem Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Vatikan, zahlreiche Privilegien ein - der Widerstand der Kirche lässt nach. In Rottenburg sieht Bischof Johannes Baptista Sproll diese Entwicklung mit großer Sorge; öffentlich predigt er den Protest gegen die Nationalsozialisten. Doch die Repressalien gegen Christen, Juden und Intellektuelle gehen weiter und immer wieder gelingt es Hitler, die Öffentlichkeit für sich einzunehmen: Mit der „Rückgewinnung“ des Saargebietes oder dem Einmarsch der Wehrmacht in Österreich.

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Judenverfolgung und Euthanasie

17:22 – 24:13

Bischof Sproll wird von den NS-Behörden aus Württemberg nach Bayern ausgewiesen. Am 9. November 1938 zünden die Nazis Synagogen an. Zehntausende jüdische Bürger werden drangsaliert, viele ermordet. Am 1. September 1939 greift die Deutsche Wehrmacht Polen an. Hitler befiehlt nun auch den tausendfachen Mord an behinderten Menschen. In der Nazi-Ideologie gelten sie als „lebensunwert“. Von der Kirche, aber auch aus der Bevölkerung kommt Protest. Im August 1941 wird die sogenannte Euthanasie-Aktion abgebrochen.

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Vernichtung und Krieg

24:13 – Ende

Im Oktober 1940 führen die Gauleiter Josef Bürckel und Robert Wagner über Nacht eine heimlich geplante Aktion durch: Sie lassen die jüdischen Mitbürger aus der Pfalz, dem Saargebiet und aus Baden in das südfranzösische Lager Gurs deportieren, wo sie unter katastrophalen Bedingungen festgesetzt werden - darunter auch die Heidelberger Kinderärztin Johanna Geissmar. In den letzten Kriegsmonaten verschärfen die Alliierten ihre Bombenangriffe gegen Deutschland. Großstädte verwandeln sich in Trümmerlandschaften. Die Ruinen der Brücke von Remagen erinnern an die Stelle, an der es amerikanischen Soldaten im März 1945 gelang, den Rhein zu überqueren und rechtsrheinisches Gebiet zu erobern. Wenige Wochen später ist Deutschland besiegt.