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Sendungsinhalt: Nachkriegszeit und Neuordnung

Nach dem Zweiten Weltkrieg steht der Südwesten vor einer ungewissen Zukunft. Die Wirtschaft liegt am Boden, tausende Flüchtlinge und Vertriebene müssen aufgenommen und integriert werden. Doch schneller als gedacht geht es wirtschaftlich wieder aufwärts. Einheimische, Neubürger und „Gastarbeiter“ werden zum Motor des Wirtschaftswunders, das dem Südwesten Wohlstand und politische Stabilität beschert.

Filmskript: Nachkriegszeit und Neuordnung

Nachkriegszeit und Neuordnung

Kapitelübersicht:

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Besatzer und Flüchtlinge

00:00 – 08:26

Nach dem Krieg wird Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Im Südwesten herrschen amerikanische und französische Militärgouverneure, die Franzosen vor allem im Rheinland, in der Pfalz und in Baden. Millionen Menschen haben ihre Heimat verloren. Flüchtlinge aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern, aus Rumänien und Jugoslawien, hoffen auf einen Neuanfang in Deutschland. Einer von ihnen ist Franz Bachert, der mit seiner Familie im Barackenlager Schlotwiese in Stuttgart unterkommt. Er ist jung, spielt Fußball und erlebt diese Zeit als großes Abenteuer.

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Neugliederung im Südwesten

08:26 – 14:00

1945 kommt das Saargebiet unter französische Kontrolle - als Staat mit einer eigenen Verfassung und Regierung, aber mit begrenzter Eigenständigkeit. Das Rheinland und die Pfalz werden von den Franzosen 1946 zum Bundesland Rheinland-Pfalz zusammengeführt. Baden-Württemberg entsteht nach einer langen Auseinandersetzung: Der badische Staatspräsident Wohleb kämpft dafür, dass Baden unabhängig bleibt; doch in einer Abstimmung spricht sich die Mehrheit der Bevölkerung 1951 für den Zusammenschluss aus. Vor allem in den größeren Städten herrscht Wohnungsnot: Alteingesessene und Neuankömmlinge müssen zusammenfinden; gemeinsam prägen sie das Leben in der Nachkriegszeit.

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Der „American Way of Life“

14:00 – 19:48

Neben Flüchtlingen und Vertriebenen sind auch die GIs, die amerikanischen Besatzungssoldaten, fremd im Südwesten. Sie bringen den „American Way of Life“ mit, eigene Radiosendungen und neuartige Musik - für viele Deutsche ein kultureller Aufbruch. 1955 tritt die Bundesrepublik dem westlichen Militärbündnis NATO bei. Die USA und die BRD werden Partner. Der Stützpunkt Ramstein wird zum größten US-Militärflugplatz außerhalb Amerikas. Dave Borntrager ist als US-Soldat aus Virginia nach Karlsruhe und dann nach Germersheim gekommen, hat seine spätere Frau kennen gelernt und ist geblieben. An den Pfälzern schätzt er die Herzlichkeit und Lebensfreude.

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Wirtschaftsboom und „Gastarbeiter“

19:48 – Ende

Auch über die Zukunft des Saargebiets wird schließlich abgestimmt: Im Januar 1957 tritt es als elftes Bundesland der Bundesrepublik bei. 1959 wird diese „Wiedervereinigung“ vollzogen, der Südwesten nimmt seine heutige Form an. Im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg geht es wirtschaftlich bergauf. In der Industrie herrscht Vollbeschäftigung. Doch der Wirtschaftsboom führt zu einem dramatischen Mangel an Arbeitskräften. „Gastarbeiter“, Italiener und Spanier, und bald auch Griechen und Türken, machen sich auf die Reise nach Deutschland - wie Fevzi Cetin. Er kommt 1966 aus der Türkei und findet bei Bosch in Stuttgart Arbeit als Gabelstaplerfahrer. Und - wie viele seiner Landsleute - findet er auch eine neue, zweite Heimat in Deutschland.