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Sendungsinhalt: Leben im Mittelalter

Das Mittelalter im Südwesten ist alles andere als ein düsteres Zeitalter. Es ist die Zeit, in der viele kleine Fürstentümer entstehen und Städte, in denen jeder Leibeigene zum Bürger werden kann. Klöster entwickeln sich zu Machtzentren und zu Orten, an denen Wissenschaft und Kultur gepflegt werden. Und aus einer feudalen, von ritterlichen Idealen geprägten Stände-Gesellschaft entwickelt sich über Jahre hinweg eine Gesellschaft, in der die Bürger ihr Leben immer mehr selbst in die Hand nehmen.

Am 20. Mai 1184 ruft Kaiser Friedrich I. Barbarossa die Mächtigen des Reiches zum Mainzer Hoftag zusammen. Es soll das größte und prächtigste Fest werden, das die Zeitgenossen je erlebt haben. Barbarossa will damit seinen Machtanspruch deutlich machen. Aber ein Unwetter macht seinen Plan zunichte.

Im Kloster Disibodenberg lebt die Nonne Hildegard von Bingen, eine Universalgelehrte, die die Heilkraft der Pflanzen studiert. Durch ihre Visionen, die die Zeitgenossen für göttliche Eingebungen halten, wird sie bekannt. Henggi Humpis ist Bürgermeister der Freien Reichsstadt Ravensburg. 1380 gründet er mit anderen Kaufleuten zusammen die Ravensburger Handelsgesellschaft, die zu einem der bedeutendsten Handelsunternehmen dieser Zeit wird.

Filmskript: Leben im Mittelalter

Leben im Mittelalter

Kapitelübersicht:

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Kaiser Barbarossa regiert das Land

00:00 – 05:36

1155 wird Friedrich der Erste, genannt Barbarossa, zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt. Barbarossas Reich setzt sich aus Dutzenden Territorien zusammen, die einzelnen Landesherren unterstehen. Der Kaiser hat keine feste Residenz, seine Machtbasis sind Pfalzen, Stützpunkte, die über das ganze Reich verteilt sind. Dort hält Barbarossa Hof und regiert, bis er zur nächsten Pfalz weiter zieht. 1184 lädt Barbarossa zum Mainzer Hoftag ein, einem gigantischen Fest mit Ritterturnier, bei dem der Kaiser Landesherren, Fürsten, Bischöfe und Ritter um sich schart und seine Macht demonstrieren will.

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Die Rolle der Ritter

05:36 – 10:11

In der mittelalterlichen Gesellschaft kommt den Rittern große Bedeutung zu: Über ihnen stehen nur die Grafen, Herzöge und Fürsten und der Kaiser. An die Blütezeit der Ritter erinnern noch heute zahlreiche Burgen. Meist wurden sie an wichtigen Handelsstraßen errichtet. Ihr Leben auf der Burg finanzieren die Ritter, indem sie die Handelstreibenden begleiten und schützen und dafür ein Wegegeld verlangen. Um Ruhm und Ehre zu erlangen, treten sie auch zu Ritterturnieren an. Doch der Kirche sind diese „Jahrmärkte der Eitelkeiten“ ein Dorn im Auge.

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Hildegard von Bingen und die Bedeutung der Klöster

10:11 – 18:50

Der Glaube an Gott und die göttliche Macht ist im Mittelalter allgegenwärtig. Sinnbild dafür sind die zahlreichen Klöster. Sie bestimmen das religiöse Leben der Menschen, sind aber auch Wirtschaftsunternehmen: Die Mönche betreiben Landwirtschaft und kultivieren ganze Regionen. Dank reicher Einnahmen werden die Klöster immer mächtiger. Besondere Bedeutung haben sie auch als Orte der Bildung, an denen studiert, geforscht und gelehrt wird. Ein solcher Ort ist das Benediktinerkloster Disibodenberg. Dort wirkt Hildegard von Bingen, die bis heute wegen ihres umfassenden Wissens über Natur und Pflanzen und deren heilende Wirkung bekannt ist.

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Städtegründungen: Die Bürger übernehmen das Regiment

18:50 – Ende

Im frühen 12. Jahrhundert steigt die Zahl der Städtegründungen. Viele Städte werden zu Freien Reichsstädten; so auch Ravensburg. Dort übernehmen im 13. Jahrhundert nach den Welfen und Staufern die Bürger das Stadtregiment: Leibeigene können nun zu freien Bürgern werden, ein Handwerk ausüben oder Handel treiben und auch politisch mitbestimmen. In Ravensburg spielt eine Kaufmannsfamilie dabei eine bedeutende Rolle: die Humpis. Gemeinsam mit anderen gründen sie die Ravensburger Handelsgesellschaft und vermarkten ihre Waren im großen Stil. Ravensburg wird zu einem Zentrum des Fernhandels.