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Sendungsinhalt: Das Wirtschaftswunder

"Das "Wirschaftswunder"" stellt - ausgehend von den Kriegsfolgen (Demontage) - die Leistungen des Marshall-Plans vor, führt in das Konzept der sozialen Marktwirtschaft ein, verschafft einen Einblick in den Wirtschafts-Boom der 50er Jahre und dessen Begleiterscheinungen (Gastarbeiter, "Wir-sind-wieder-wer" - Mentalität, Mittelstandsglück), fragt nach den Sehnsüchten der Jugend und schaut auf die Kehrseite des Wunders.

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Die erste Sequenz der Sendung behandelt - nach einem kabarettistischen Einstieg mit dem "Wirtschaftswunder-Song" aus dem Film "Wir Wunderkinder" ­ die Nachkriegssituation der deutschen Industrie, die durch die Demontage nicht so zerstört war wie angenommen, das ERP-Programm und die Grundgedanken von Walter Eucken sowie Müller-Armack zur Neuorientierung der Wirtschaftsform im Nachkriegsdeutschland. Danach wird gezeigt, wie es Ludwig Erhard gelang, die Soziale Marktwirtschaft gegen den politischen Widerstand durchzusetzen, und welche anfänglichen Schwierigkeiten damit für die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt verbunden waren. Für den Durchbruch des Wirtschaftswunders werden folgende Faktoren angesprochen: die Rolle der Bau- und Stahlindustrie, die seit dem Korea-Krieg einen starken Aufschwung erfuhr, weil die amerikanische Stahlindustrie die Nachfrage auf dem Weltmarkt nicht mehr decken konnte; das Überangebot an billigen und gut ausgebildeten Arbeitskräften, verstärkt durch die Flüchtlinge aus der DDR; die Lohn- und Arbeitsbedingungen, die den Export erleichterten und ein hohes Investitionskapital zur Modernisierung ermöglichten; das Verhalten der Gewerkschaften, die der Mitbestimmungsfrage und dem Ausbau des sozialen Netzes besondere Aufmerksamkeit widmeten; die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften auf dem europäischen Arbeitsmarkt ("Gastarbeiter"); das Problem der Vermögensverteilung und -konzentration; die ansteigende Bedeutung des Konsummarktes ("Fress- und Einrichtungswelle").

Im zweiten Teil der Sendung wird dann auf die Veränderungen in der Lebensweise der Bevölkerung in der Bundesrepublik eingegangen. Dabei werden angesprochen: die Bedeutung der zunehmenden Automobilisierung; das neuartige Urlaubsvergnügen, dem immer mehr, vor allem als Camper in Italien, nachgingen; die "Schnulzenwelt" des deutschen Heimatfilms und die Bedeutung dieser Idyllisierung; der James Dean-Kult als Zeichen des Aufbegehrens der Jugend gegen die Erwachsenenwelt sowie die neue Rock-Musik als Ausdruck des Protests. Mit Bildern von der Krise des Kohlebergbaus an Rhein und Ruhr und dem Rücktritt Ludwig Erhards endet die Sendung.