zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.
"Bindung an den Westen" zeichnet den Umschwung von der Idee der totalen Demilitarisierung Deutschlands 1945 zur Wiederbewaffnung der Bundesrepublik 1956 nach, erklärt Adenauers Gründe für seine Politik der Westorientierung, erwähnt die Widerstände und Befürchtungen gegenüber dieser Politik, zeichnet die Einzelschritte nach, die zur Aufnahme der BRD in die westliche Völkerfamilie führten, und fragt nach der Bedeutung der Westintegration für das Schicksal Gesamtdeutschlands.
Der Film beginnt mit einer kontrastreichen Gegenüberstellung: einerseits Kriegsende, Kriegsmüdigkeit und Ablehnung von Waffen und Militär (auch von Adenauer) in Deutschland nach 1945, andererseits ein Truppenbesuch Adenauers als Bundeskanzler bei den ersten neu stationierten Einheiten der Bundeswehr 1956. Adenauers Einschätzung, die Truppen seien "die lebendige Verkörperung des Willens zur Verteidigung", wird erläutert durch eine grafische Darstellung der Blockbildung und der Teilung Deutschlands durch den eisernen Vorhang. Das Wiedervereinigungs-Gebot der Präambel steht in krassem Gegensatz zu diesem Zustand, der durch die Wiederbewaffnungs-Politik und die Einbindung in die NATO verstärkt wird. Im folgenden werden unterschiedliche Stellungnahmen aus den Diskussionen Anfang der 50er Jahre in Politik und Öffentlichkeit gezeigt, die sich mit dem Thema Wiederbewaffnung und "Einheit" auseinandersetzten, wobei die Zielsetzung Einheit für alle galt, die Methode allerdings unterschiedlich eingeschätzt wurde.
© Text: Ralf Schmidt-Bohnert
