zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Sendungsinhalt: Aussöhnung mit dem Osten

"Aussöhnung mit dem Osten" zeigt auf, warum die Ostpolitik Bahrs und Brandts so umstritten war, dokumentiert die kleinen Erfolge, die das Konzept "Wandel durch Annäherung" verzeichnen konnte - die Verträge und menschlichen Erleichterungen -, und erklärt, weshalb noch 1988 nicht mit einer Wiedervereinigung in absehbarer Zeit gerechnet werden konnte.

Inhalt

Die Sendung beginnt mit dem Besuch Brandts in Warschau und seinem "Kniefall" vor der Gedenkstätte des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Die von Brandt eingeschlagene Politik der Aussöhnung mit dem Osten wird international mit dem Friedensnobelpreis gewürdigt, stößt aber in der BRD auf heftige Kritik. Unter dem Stichwort "Verzicht ist Verrat" wird Brandt vorgeworfen, deutsches Gebiet jenseits der Oder-Neiße zu verschenken. Und während er im Bundestag seine Politik als einen Versuch rechtfertigt, "den Frieden sicherer zu machen", sieht Franz Josef Strauß für die Opposition "einen Bruchpunkt auf der Straße ins Unheil". Im Gegensatz zur internationalen Anerkennung wollte man mit dem Mißtrauensvotum die Aussöhnungspolitik blockieren. Das Scheitern des Mißtrauensvotums und der nachfolgende Sieg der sozial-liberalen Koalition bei den Wahlen bestätigte die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges. In einem Rückblick werden die Anfänge der neuen Ostpolitik seit dem Bau der Mauer 1961, ihre grundsätzliche Ausrichtung und die Vertragsabschlüsse in Moskau und Warschau thematisiert. Im deutsch-deutschen Verhältnis gestalteten vor allem die unterschiedlichen Zielvorstellungen der Regierungen die Verhandlungen schwieriger, in denen schließlich für humanitäre Verbesserungen die Eigenständigkeit der DDR als Staat anerkannt werden musste. Die Öffnung der Mauer und das Ende des Staates DDR kam für alle führenden Politiker unerwartet.