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Sendungsinhalt: 1968: Jugend revoltiert

"1968: Jugend revoltiert" erklärt die gesellschaftlichen und politischen Gründe, die zum Studentenprotest führten, zeigt die Veränderungen auf, die in Gang gesetzt wurden, führt weiter zu späteren Protestbewegungen und Möglichkeiten der politischen Mitbestimmung.

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Die Sendung behandelt folgende Inhalte:

"Auslöser der Revolte"

  • der öffentliche Protest gegen den Schahbesuch und die Erschießung Benno Ohnesorgs am 2. Juni 1967;
  • die Sympathie der Jugendlichen für die leidende vietnamesische Zivilbevölkerung und ihre gleichzeitige Kritik an der Kriegspolitik der USA;
  • die Begeisterung der Protestierenden für das Experiment des "Prager Frühlings", ihre Hoffnung auf einen freiheitlichen Sozialismus anders als der sowjetischer Prägung.

"Gründe für die Revolte"

  • der Generationskonflikt zwischen der sogenannten Aufbaugeneration, die sich nach den Erfahrungen der NS-Zeit und der Entnazifizierung eher unpolitisch verhielt, und den politisch stärker engagierten Jugendlichen, die die vorwiegend arbeits- und konsumorientierte Lebensweise ihrer Eltern kritisierten;
  • das Fehlen einer wirkungsvollen parlamentarischen Opposition zur Zeit der Großen Koalition, das zur Entstehung der APO beitrug, und die politische Vergangenheit von Bundeskanzler Kiesinger zur NS-Zeit;
  • die Angst vor einer Stärkung der Staatsmacht durch die umstrittenen Notstandsgesetze;
  • die Kritik der Studenten an Springers Presseimperium und seiner einseitigen studentenfeindlichen Berichterstattung;
  • die Zuspitzung des Konflikts durch das Attentat auf Dutschke, die Osterunruhen und die Verabschiedung der Notstandsgesetze im Mai '68.
Dass die Ideen der 68er die Bundesrepublik veränderten, obwohl die Studentenbewegung sich auflöste, zeigen die beiden Schlusskapitel der Sendung.

"Mehr Freiheit im Alltag"

  • Universitätsreformen demokratisieren das Leben an Universitäten und Schulen;
  • Kleidung und Haartracht der Jugendlichen ändern sich;
  • neue Wohnformen wie Kommunen und Wohngemeinschaften entstehen;
  • antiautoritäre Erziehungsformen werden erprobt.

"Mehr Demokratie wagen"

  • die Bildung von Bürgerinitiativen – Beispiel Wyhl
  • das Engagement der Friedensbewegung;
  • die Entstehung der Grünen als eine Partei, die aus den Bürgerinitiativen hervorging.
Die Sendung endet mit Aufnahmen von Jugendlichen beim Aktionstag gegen Ausländerfeindlichkeit und fragt danach, ob es auch heute noch Ziele gibt, für die Jugendliche sich politisch engagieren würden.