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Im Sommer ist der Senn auf der Alp ganz auf sich allein gestellt; Rechte: WDR
Bevor es fließendes Wasser gab, bekamen die Gäste Nachttöpfe; Rechte: WDR
Der Film stellt die Tourismus-Entwicklung exemplarisch im Schweizer Kanton Graubünden vor.
Alten romanischen Siedlungen, wie dem Ort Vrin am Ende des Lugnez-Tals, sieht man heute noch an, dass die Bewohner eng zusammenrücken mussten, um inmitten einer feindlichen Umwelt zu überleben. Sie waren Bergbauer, Viehhändler oder Handwerker. Im Regionalmuseum in Ilanz zeugen viele Alltagsgegenstände von dieser Vergangenheit. In der Alpwirtschaft (in Bayern und Österreich: Almwirtschaft) leben noch alte Traditionen, auch wenn technische Fortschritte die Arbeit erleichtern. Der Film stellt einen Senn (Hirte) vor, der während des Sommers bei den Kühen auf der Alp bleibt.
Der Tourismus veränderte das alte Gefüge: Grandhotels wie das „Waldhaus“ in Flims boten der einheimischen Bevölkerung neue Arbeitsmöglichkeiten. Der Hoteldirektor berichtet aus der großen Zeit dieser „Sommerfrischler“, und das Bergbauernehepaar Parli erinnert sich, wie es als Kinder die vornehmen Fremden staunend betrachtet hat. Zur traditionellen Sommerfrische gesellte sich der Wintertourismus: ab den zwanziger Jahren auch in der Region Flims. Der ehemaliger Skilehrer Hans Bundi musste damals die Pisten am Morgen erst noch fest trampeln.
Nach dem Zweiten Weltkrieg sorgten neue Urlaubsregelungen und wachsender Wohlstand dafür, dass der Sommerurlaub in den Bergen für viele möglich wurde.
Heute allerdings ist in Flims der Wintertourismus wichtiger – die Sommertouristen haben schon wieder andere Regionen der Welt entdeckt.
