Gustav Werner (1809 - 1887) war Pfarrer und betonte stets die aktive Seite des Glaubens. Die heranwachsende Industrie verdrängte das Handwerk und machte viele Menschen arbeitslos. Werner gründete im Schwarzwald christliche Genossenschaften für Menschen, die keine Arbeit hatten. Sie sollten dort gemeinsam leben und arbeiten. Werner kaufte mehrere Fabriken, um aus dem Gewinn den Unterhalt für Alte, Behinderte und Kranke zu finanzieren und Waisen eine Ausbildung zu ermöglichen. Doch die Ausgaben für die sozialen Leistungen waren höher als die Arbeitseinnahmen. Die Idee, konkurrenzfähige Wirtschaftsunternehmen und soziale Arbeit zusammenzubringen, scheiterte. Sie bereitet auch heute, wo Begriffe wie 'Leanmanagement' und 'Shareholder Value' die Wirtschaft prägen, Betrieben, die Behinderte beschäftigen, zunehmend Probleme. [mehr]