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Die Emscher ist ein gutes Beispiel, um die vielfältige Nutzung der Gewässer durch den Menschen und ihre Folgen deutlich zu machen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Abwasserbewirtschaftung.
Die meisten Arbeitsblätter können in eigenständiger Arbeit einzeln oder in Partnerarbeit bearbeitet werden. Wenn es sinnvoll ist, hängen hinten an den Arbeitsblättern Lösungsblätter, die die Schülerinnen und Schüler als Kontrollblätter nutzen können. Bei einigen Arbeitsblättern haben wir die Aufgaben in unterschiedliche Niveaustufen differenziert.
Bevor die Schülerinnen und Schüler den Film ansehen, verschaffen sie sich einen Überblick über die Region des Ruhrgebiets: Wo in Nordrhein-Westfalen liegt das Ruhrgebiet, welche Städte und Flüsse liegen in der Region?
Arbeitsblatt 1 "Karte Ruhrgebiet" zeigt das Ruhrgebiet mit einem Ausschnitt von Nordrhein-Westfalen. Die Schüler zeichnen mit Hilfe des Atlas das Ruhrgebiet und die Namen der Flüsse und der größeren Städte im Ruhrgebiet ein. Sie können nachvollziehen, welche drei Flüsse das Ruhrgebiet durchziehen: die Ruhr im Süden, die Emscher in der Mitte und die Lippe im Norden. Auf der Karte sind auch die Quellen der Flüsse zu sehen. Für schnelle Schülerinnen und Schüler sowie für Fünftklässler haben wir Zusatzaufgaben angefügt, mit der die Kartenarbeit erweitert werden kann.
Die Schülerinnen und Schüler schauen sich nun den Film an. Sie achten besonders darauf, was über die Emscher im Wandel der Zeit gesagt wird und wie die Menschen im Ruhrgebiet den Fluss genutzt haben. Arbeitsblatt 2 "Filmbeobachtung" unterstützt sie dabei, die Informationen zu strukturieren und die Inhalte zu sichern, auf denen in den folgenden Arbeitsaufträgen aufgebaut wird.
Wie stark sich der Flusslauf der Emscher verändert hat, zeigt der Kartenvergleich auf Arbeitsblatt 3 "Emscher früher und heute". Auf einer historischen Karte von 1789 ist zu erkennen, dass natürliche Flussläufe in zahlreichen Windungen (Mäandern) verlaufen, während die heutige Emscher überwiegend schnurgerade durch das Ruhrgebiet geführt wird. Auf der zweiten Seite haben wir eine Karte abgedruckt, die das Emschergebiet im Detail zeigt mit allen Zuflüssen und Städten, durch die die Emscher fließt. Die Mäanderbildung bei natürlichen Flussläufen wird im Unterrichtsmaterial zur Oder in diesem Wissenspool erläutert (Arbeitsblatt "Mäanderbildung"). In den folgenden Schritten werden die Informationen über die Emscher und das Ruhrgebiet verallgemeinert.
Anschließend bearbeiten die Schülerinnen und Schüler die Arbeitsblätter, die sich mit der Gewässernutzung durch den Menschen beschäftigen. Neben dem Film ist auch der Hintergrundtext zum Thema Wasserbewirtschaftung eine nützliche Informationsquelle für die Schülerinnen und Schüler.
Wie und warum Menschen Wasser verbrauchen, wird auf Arbeitsblatt 4 "Wasserverbrauch" in verschiedenen Schritten thematisiert. Zunächst überlegen die Schülerinnen und Schüler in Einzel- oder Partnerarbeit, wofür Menschen Wasser verbrauchen. Die Bildimpulse bringen sie dabei auf Ideen, zum Beispiel nicht nur an Privathaushalte zu denken, sondern auch an größere Verbraucher, wie die Industrie. Im Klassengespräch werden die Ergebnisse zusammengetragen und in Verbraucher-Gruppen sortiert: Haushalte, Industrie, Landwirtschaft und ähnliches.
Auf der zweiten Seite des Arbeitsblatts erfahren die Schüler, welche dieser Gruppen am meisten Wasser verbraucht. Als Aufgabe beschriften sie ein Kreisdiagramm richtig, das die Anteile von Haushalten und Produktionsbereichen am Wasserverbrauch in Deutschland zeigt. Die Zahlen stehen im Text unter der Grafik. Fortgeschrittene Schüler können die Zahlen in Prozente umrechnen.
Auf der dritten Seite wird der Wasserverbrauch um das "virtuelle Wasser" erweitert. Bei diesem Konzept wird auch berechnet, wie viel Wasser ein Mensch indirekt verbraucht, wenn er Waren konsumiert. Dabei wird das Wasser hinzugerechnet, das bei der Produktion und beim Transport dieser Waren anfällt. Diesen Text können die Schüler still lesen, im Anschluss wird im Klassengespräch besprochen, warum es wichtig sein könnte, auch diese Art des Wasserverbrauchs mitzurechnen. Der zweite Textkasten auf dieser Seite geht auf Aspekte der Globalisierung ein und ist vor allem für Fünft- und Sechstklässler geeignet. Darin wird auf den globalen Wasserverbrauch hingewiesen: Viele Produkte werden in armen Ländern hergestellt, aber in den reichen konsumiert. Wir verbrauchen also auch das Wasser von Länder, die viel größere Probleme mit der Wasserversorgung haben als wir.
Den Wasserkreislauf in besiedelten Gebieten erarbeiten sich die Schüler mit Arbeitsblatt 5 "Wasserkreislauf". Sie beschriften die schematische Darstellung mit den Begriffen aus der Wortliste und beschreiben den Kreislauf anschließend mit eigenen Worten. Die Beschreibung kann mündlich oder schriftlich erfolgen. Das Arbeitsblatt gibt es in zwei Niveaustufen, A ist anspruchsvoller als B. Es ist sinnvoll, wenn Sie vorher den natürlichen Wasserkreislauf wiederholen. Dazu können Sie das Arbeitsblatt "Der Wasserkreislauf" in den Unterrichtsvorschlägen zur Oder in diesem Wissenspool nutzen.
Wie Abwasser entsorgt und gereinigt wird, vertiefen die Schülerinnen und Schüler mit Arbeitsblatt 6 "Wie arbeitet ein Klärwerk". Sie sortieren Texte und Bilder in die richtige Reihenfolge, um den Weg des Abwassers von der Dusche über die Kläranlage bis in den Fluss zu beschreiben. Dabei ergänzen sie die fehlenden Worte in den Textkästen. Anschließend erklären sie ihrem Nachbarn in eigenen Worten, wie eine Kläranlage funktioniert.
Für die 5. und 6. Klassen dient Arbeitsblatt 7 "Wasserbewirtschaftung im Ruhrgebiet" als Vertiefung. Im Schulatlas gibt es eine Karte, die die Wasserbewirtschaftung im Ruhrgebiet zeigt: Aus welchem Gebiet wird das Trinkwasser geliefert, wie groß sind die Talsperren, wo gibt es Wasser- und Klärwerke, Pumpwerke und Kanäle? Die Schülerinnen und Schüler lernen, Wirtschaftskarten zu lesen und zu interpretieren. Das Arbeitsblatt gibt es in zwei Niveaustufen: Stärkere Schüler sollen die Karte ohne Leitfragen beschreiben (A), nur einige Fotos mit Bildtexten geben Hilfestellungen. Auf dem zweiten Blatt stehen Leitfragen zur Interpretation der Karte (B). Bitte im Vorfeld das jeweilige Karten-Angebot prüfen, denn nicht alle Atlanten weisen alle Informationen auf.
Nun kann sich eine Recherche in der eigenen Umgebung anschließen: Die Schülerinnen und Schüler teilen sich in Gruppen auf und suchen Informationen, wo und wie am eigenen Ort Wasser bewirtschaftet wird: Wo gibt es Wasserwerke, Pumpwerke, Kläranlagen, Trinkwasserreservoirs und Kanäle? Dazu suchen sie im Internet und auf Karten die entsprechenden Informationen. Die Arbeitsschritte haben wir auf Arbeitsblatt 8 "Recherche Wasserversorgung in meiner Stadt" beschrieben. Die Stadt- und Wasserwerke stellen alle nötigen Informationen in der Regel auf ihren Internetseiten zur Verfügung. Um die Ergebnisse einzutragen, benötigen Sie eine Karte der Region, die für die Gruppen kopiert wird. Die Schüler können dafür die Symbole auf dem Arbeitsblatt nutzen, sie ausschneiden und auf die Karte kleben. Das Ganze kann auf einem großen Info-Plakat festgehalten und den anderen Gruppen präsentiert werden.
Zum Abschluss der Unterrichtseinheit können die Schüler ihr Wissen mit dem Kreuzworträtsel auf Arbeitsblatt 9 "Kreuzworträtsel" überprüfen.
Fließgewässer als Lebensraum greift die Reihe "Natur-Nah" auf. Die Schüler lernen den Artenreichtum eines Fließgewässers kennen und erfahren, dass sich die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaft in und am Wasser mit dem Gefälle und der davon abhängigen Fließgeschwindigkeit ändert. Sie sehen, dass Tiere im Körperbau und Verhalten an ihren Lebensraum angepasst sind.
© Anne Haage
